Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

William Trevor

Mr. Birds Vermächtnis

Roman

Cover: Mr. Birds Vermächtnis

Rotbuch Verlag, Hamburg 2000
ISBN-10 3434530312
ISBN-13 9783434530312
Gebunden, 298 Seiten, 19,43 EUR

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Klappentext

Aus dem Englischen von Thomas Gunkel. Die Londoner Pension des William Bird ist ein imposantes Gebäude im viktorianischen Stil und der ganze Stolz des Besitzers. Seine Gäste sind skurril: Die schrullige Schwester Clock, die die Bewohner tyrannisiert. Mr. Venables, der seit dem Weltkrieg hier wohnt, weil er damals ein Mädchen geschwängert hat und heute immer noch Angst vor deren Eltern hat. Oder »die kleine Miss Clerricott«, die darüber verlegen ist, überhaupt auf der Welt zu sein. Mr. Obd hingegen verließ vor 25 Jahren seine Heimat in Afrika mit dem Versprechen, als Jurist zurückzukehren. Doch das Haus von Mr. Bird gab dem verhinderten Anwalt bis in die Gegenwart ein Zuhause. Wie schrieb Mr. Bird vor seinem Tod über die Menschen in seinem Boardinghouse: "Sie brauchen alle eine Heimat. Ich habe eine kleine Heimat in ihre Herzen gepflanzt". Diese Menschen haben nach dem Tod ihres Gastgebers ein gemeinsames Ziel: Die Pension, die ihre eigene Heimat wurde, zu bewahren.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 31.08.2000

Angela Schader hält diesen Roman für einen der besten des Autors. Allerdings wird in ihrer Rezension nur bedingt deutlich, wie sie zu diesem Urteil kommt. Klar wird, dass es dem Autor ihrer Ansicht nach gelingt, das "nicht allzu komplexe Grundmuster" des Romans mit Details anzureichern, die die Tristesse des Lebens in der heruntergekommenen Pension und die bisweilen recht niederträchtigen Handlungsmotive der Figuren recht plastisch hervortreten lassen. Der Autor "dampft dies scheinbare Nichts zu heißen und kalten Höllendünsten ein", findet Schader. Offensichtlich hat es ihr besonders die Atmosphäre in dem Roman angetan: Die Schilderung des fettigen, braunen Mobiliars, die Intrigen, die romantischen und erotischen Anflüge der Figuren, die auf ganz verschiedene Arten offenbar stets recht frühzeitig auf Grund laufen. Zu der Qualität der Übersetzung sagt Schader leider nichts.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren