Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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Klappentext
Scott Ritter, Parteifreund von George W. Bush und nun sein schärfster Kritiker, war von 1991 bis 1998 UN-Wafeninspekteur im Irak und hat daran mitgewirkt, dass das dortige Waffenpotential zu über 90 Prozent zerstört wurde. Im Gespräch mit William Rivers Pitt enthüllt er, wie die USA die damaligen Inspektionen manipuliert und zum Scheitern gebracht haben. Er weist nach: Es gibt keinerlei Beweise, dass der Irak über funktionstüchtige atomare, biologische oder chemische Massenvernichtungswaffen verfügt. Eine Zusammenarbeit zwischen Saddam Hussein und Osama bin Laden kann nicht belegt werden. Der US-amerikanische Angriffskrieg hingegen birgt unvorhersehbare Risiken für den Weltfrieden.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 05.03.2003
Auch Parteifreunde können gelegentlich zu den schärfsten Kritikern werden. Laut Cathrin Kahlweit findet sich ein eindrucksvolles Beispiel dafür in dem Buch "Krieg gegen den Irak Was die Bush-Regierung verschweigt." Der Autor Scott Ritter, selbst Republikaner, ehemaliger UN-Waffeninspekteur und US-Marinesoldat zeigt sich im Gespräch mit dem Friedensaktivisten und Publizisten William Rivers als "wortgewaltigster Kritiker der Kriegsplanung der US-Regierung", so Kahlweit. Ritter beziehe sich in seiner Kritik vor allem auf die US-amerikanischen Vorwürfe, der Irak besitze Massenvernichtungsmittel. Beweise dafür können nicht vorgelegt werden, und einen Krieg auf reinen Vermutungen zu beginnen, hält Ritter für falsch. Trotz aller Kritik an der US-Regierung, bescheinigt die Rezensentin Ritter eine gewisse Objektivität in der Betrachtung des Irak-Konflikts. Immerhin ist er "durchaus auch zu scharfen Angriffen" auf Saddam Hussein bereit, meint Kahlweit, da er ihn für "einen gemeinen und verrückten Diktator hält, der seine Gegner brutal unterdrückt".
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.01.2003
Scott Ritter, von 1991 bis 1998 UN-Waffeninspekteur im Irak, und sein Co-Autor William Pitt warnen in ihrem Buch vor einem Krieg gegen Irak mit seinen unvorhersehbaren Risiken, fasst Rezensent Stefan Fröhlich den Band zusammen, ohne dem Irak eine Unbedenklichkeitsbescheinigung auszustellen. Das Buch zweifelt die amerikanischen Rechtfertigungsversuche für einen Waffengang ebenso an, wie die irakische Politik. So legten die Autoren ziemlich genau dar, wie der Irak die Staatengemeinschaft angelogen haben, aber auch, wie die USA die damaligen Inspektionen manipuliert und damit absichtlich zum Scheitern gebracht haben sollen. Fröhlich belässt es dabei, Pitts und Ritters Gedanken zu referieren, was er davon hält, sagt er nicht.
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