Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

William Rivers Pitt, Scott Ritter

Krieg gegen den Irak

Was die Bush-Regierung verschweigt

Cover: Krieg gegen den Irak

Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2002
ISBN-10 3462032119
ISBN-13 9783462032116
Kartoniert, 106 Seiten, 6,90 EUR

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Klappentext

Scott Ritter, Parteifreund von George W. Bush und nun sein schärfster Kritiker, war von 1991 bis 1998 UN-Wafeninspekteur im Irak und hat daran mitgewirkt, dass das dortige Waffenpotential zu über 90 Prozent zerstört wurde. Im Gespräch mit William Rivers Pitt enthüllt er, wie die USA die damaligen Inspektionen manipuliert und zum Scheitern gebracht haben. Er weist nach: Es gibt keinerlei Beweise, dass der Irak über funktionstüchtige atomare, biologische oder chemische Massenvernichtungswaffen verfügt. Eine Zusammenarbeit zwischen Saddam Hussein und Osama bin Laden kann nicht belegt werden. Der US-amerikanische Angriffskrieg hingegen birgt unvorhersehbare Risiken für den Weltfrieden.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 05.03.2003

Auch Parteifreunde können gelegentlich zu den schärfsten Kritikern werden. Laut Cathrin Kahlweit findet sich ein eindrucksvolles Beispiel dafür in dem Buch "Krieg gegen den Irak Was die Bush-Regierung verschweigt." Der Autor Scott Ritter, selbst Republikaner, ehemaliger UN-Waffeninspekteur und US-Marinesoldat zeigt sich im Gespräch mit dem Friedensaktivisten und Publizisten William Rivers als "wortgewaltigster Kritiker der Kriegsplanung der US-Regierung", so Kahlweit. Ritter beziehe sich in seiner Kritik vor allem auf die US-amerikanischen Vorwürfe, der Irak besitze Massenvernichtungsmittel. Beweise dafür können nicht vorgelegt werden, und einen Krieg auf reinen Vermutungen zu beginnen, hält Ritter für falsch. Trotz aller Kritik an der US-Regierung, bescheinigt die Rezensentin Ritter eine gewisse Objektivität in der Betrachtung des Irak-Konflikts. Immerhin ist er "durchaus auch zu scharfen Angriffen" auf Saddam Hussein bereit, meint Kahlweit, da er ihn für "einen gemeinen und verrückten Diktator hält, der seine Gegner brutal unterdrückt".

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.01.2003

Scott Ritter, von 1991 bis 1998 UN-Waffeninspekteur im Irak, und sein Co-Autor William Pitt warnen in ihrem Buch vor einem Krieg gegen Irak mit seinen unvorhersehbaren Risiken, fasst Rezensent Stefan Fröhlich den Band zusammen, ohne dem Irak eine Unbedenklichkeitsbescheinigung auszustellen. Das Buch zweifelt die amerikanischen Rechtfertigungsversuche für einen Waffengang ebenso an, wie die irakische Politik. So legten die Autoren ziemlich genau dar, wie der Irak die Staatengemeinschaft angelogen haben, aber auch, wie die USA die damaligen Inspektionen manipuliert und damit absichtlich zum Scheitern gebracht haben sollen. Fröhlich belässt es dabei, Pitts und Ritters Gedanken zu referieren, was er davon hält, sagt er nicht.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren