Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

William Makepeace Thackeray

Buch der Snobs

Cover: Buch der Snobs

Manesse Verlag, Zürich 2011
ISBN-10 3717523325
ISBN-13 9783717523321
Gebunden, 456 Seiten, 22,95 EUR

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Klappentext

Aus dem Englischen von Gisbert Haefs. Wo die Roben rauschen und man elegante Lässigkeit pflegt, sind die Snobs zu Hause. Mit Opportunismus gepaarte Überheblichkeit zeichnet sie ebenso aus wie die genaue Kenntnis des Adelskalenders und eine Heidenangst, nicht mehr zur High Society zu gehören. Egal ob an der Universität, beim Militär oder im Club: Überall sonnen sich Snobs im Glanz ihrer eigenen Großartigkeit. Als Kolumnist der Satirezeitschrift "Punch" war Thackeray den Snobs von London ein Jahr lang auf der Spur. Mit großer Freude an der Abschweifung und nie um eine Pointe verlegen, entwarf er ein schillerndes Panorama seiner Zeitgenossen. Parallelen zur heutigen Glamourwelt sind dabei rein zufälliger Natur.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
W.M. Thackeray: Das Buch der Snobs - Leseprobe beim Manesse Verlag

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 14.07.2011

Große Freude bei Rezensent Manfred Schwarz. Von William Makepeace Thackery, der bei uns trotz seiner großen Roman "Barry Lyndon" und "Vanity Fair" sträflich unterschätzt wird, kann er gar nicht genug bekommen. Und das "Buch der Snobs" bereitet ihm noch einmal besonderes Vergnügen, denn es handelt sich dabei um das "geistreich-witzige Meisterwerk viktorianischer Gesellschaftsphilologie". Der Clou des Buchs geht im deutschen Titel allerdings verloren, bedauert Schwarz, denn im Original heißt es "The Book of Snobs, by One of Themselves". Denn wie Schwarz schreibt, kenne niemand das Laster besser als derjenige, der ihm beinahe auch verfallen wäre. Daher, glaubt der Rezensent, habe Thackeray auch sein feines Gespür für alle Formen der Angeberei und Hochstapelei gesellschaftlicher Aufsteiger. Allerdings bewies Thackeray durch seine Unfähigkeit, mit Geld umzugehen, auch die "unbedingte Eleganz" eines englischen Gentleman: Kaum volljährig hatte der in Kalkutta geborene Sohn eines Kolonialbeamten bereits sein ganzes beträchtliches Erbe vergeudet. Die Übersetzung von Gisbert Haefs nennt er trotz eines gewissen altfränkischen Zungenschlags "brillant".

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren