Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Werner Schneiders

Wieviel Philosophie braucht der Mensch?

Eine Minimalphilosophie

Cover: Wieviel Philosophie braucht der Mensch?

C. H. Beck Verlag, München 2000
ISBN-10 3406421687
ISBN-13 9783406421686
Paperback, 304 Seiten, 12,27 EUR

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Klappentext

Jeder Mensch braucht Philosophie. Denn unser Leben steckt voller philosophischer Herausforderungen. Was kann ich erkennen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Was ist der Mensch? Was kann die Philosophie dazu beitragen, daß wir auf diese Fragen eine vernünftige Antwort finden? Dieses Buch ist eine Art philosophische Notversorgung für jedermann, es erläutert anschaulich die Grundprobleme der Philosophie, und es gibt in einer Zeit der konfektionierten Lebensformen Anleitungen dazu, frei und selbständig zu denken.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 27.05.2000

Ralf Grötker nimmt in seiner Rezension vier Bücher unter die Lupe, die vor allem den jungen Laien in die Welt der Philosophie einführen wollen.
1) Friedhelm Moser: "Kleine Philosophie für Nichtphilosophen"
Zu diesem Buch hat Grötker rein gar nichts Gutes anzumerken. Er kritisiert das "Episodische", über das der Autor selten hinauskomme und die Unvermitteltheit, mit der die Themen zusammengestellt seien. Der Rezensent ist unangenehm berührt von dem "auftrumpfenden Dilettantismus", und die vielen eingestreuten Anekdoten ärgern ihn vor allem deshalb, weil daraus nur sehr "magere Überlegungen" folgten.
2) Udo Marquardt: "Spaziergänge mit Sokrates"
Auch ein Verriss. Der Autor wolle allenfalls unterhalten, was ihm aber nur bedingt gelinge, stellt Grötker erbost fest. Besonders ärgerlich findet es der Rezensent, dass das Buch weniger Philosophie als biographische Anmerkungen zu großen Philosophen zu bieten habe, und manchmal sieht er sich sogar mit "Quatsch" konfrontiert.
3) Werner Schneiders: "Wieviel Philosophie braucht der Mensch?"
Auch dieses Buch kann Grötker nicht überzeugen. Es sei "etwas beliebig", zu viele Fragen würden zu oberflächlich behandelt. Besonders die häufige "Verkündung von Binsenwahrheiten" erregt seinen Unmut. Zudem enthalte sich der Autor allzu stark "pointierter Ansichten oder Thesen" und nach Stringenz suche man vergebens, so der enttäuschte Rezensent.
4) Fernando Savater: "Die Fragen des Lebens"
Hier endlich entdeckt Grötker "einigermaßen klare und begründete Positionen", und er freut sich an der "kenntnisreichen und stringenten Aufbereitung" der einzelnen Themen. Obwohl ihm das Buch zuweilen etwas zu oberlehrerhaft daher kommt, ist es insgesamt eher von einem "tastenden Ton" geprägt, so der Rezensent anerkennend.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren