Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Werner Raith

Die Hälfte des Mondes

(Ab 12 Jahre)

Cover: Die Hälfte des Mondes

Elefanten Press, München 2000
ISBN-10 3570146006
ISBN-13 9783570146002
Gebunden, 160 Seiten, 12,27 EUR

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Klappentext

Nach dem Tod ihrer Mutter kommt Julia, die vorher in München gelebt hat, zu ihrem Vater in eine süditalienische Kleinstadt, wo dieser eine kleine Metallwerkstatt betreibt. Buccorto ist für Julia eine fremde Welt. Als Mädchen wird sie hier bewacht wie ein Kronjuwehl, darf kaum alleine das Haus verlassen. Das ändert sich erst, als sie einen Freund hat, Alessio, der als ihr Besitzer und Beschützer auftritt. Zunächst genießt Julia die ungewohnten Freiheiten - bis ihr klar wird, dass sie erneut in einem goldenen Käfig gelandet ist. Gibt es einen Ausweg für sie?

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 19.04.2001

Konrad Heidkamp zeigt sich sehr beeindruckt von diesem Buch, zumal der Autor es klug vermieden habe, ein Urteil über die "Verschiedenheit der Kulturen" zu fällen, auch wenn die Protagonistin große Schwierigkeiten hat, sich mit den Vorschriften ihrer italienischen Großmutter zu arrangieren. Besonders gefällt Heidkamp, mit welch mitreißender Spannung die Versuche Julias geschildert werden, der häuslichen Enge zu entfliehen, um dabei unversehens in einem neuen Gefängnis landet - dem der "zu frühen Liebe". Geschickt hat Raith diese Problematik nach und nach aufgebaut, findet der Rezensent, so dass man als Leser "bei der kleinsten Fluchtbewegung" Julias mitbangt und mit ansehen muss, wie sie von einer Falle in die nächste tappt. "Spannend wie ein Krimi", lautet das Fazit des Rezensenten.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 04.01.2001

Imke Meier ist sehr angetan von diesem Jugendbuch, in dem es ein deutsches Mädchen in ein traditionsgebundenes italienisches Dorf verschlägt. Dort muss sich sich in der fremden Kultur und deren gesellschaftlichen Reglementierungen zurecht finden. Die Rezensentin charakterisiert das Buch als "Entwicklungsroman", in dem die Protagonistin sich von "äußeren Abhängigkeiten" löst und ihren eigenen Weg geht. Meier findet den Jugendroman sowohl "spannend" als auch wegen der starken, überzeugenden Protagonistin zur Identifikation geeignet und preist ihn als "gute Unterhaltung", in der auch "ein Schuss Gesellschaftskritik" enthalten ist.

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Mehr Bücher aus dem Themengebiet

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Krisen des modernen Ichs

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