Bücherschau der Woche
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Klappentext
Mit einem geologischen Beitrag von Hans Peter Laubscher. Das Erdbeben vom 18. Oktober 1356 gehört zu den schlimmsten Naturkatastrophen, die sich in historischer Zeit nördlich der Alpen ereignet haben. In einem Oval von etwa 80 auf 45 km Durchmesser werden um die sechzig Burgen, viele Kirchen und sonstige Gebäude aufs schwerste beschädigt. Das vorliegende Buch versucht aufgrund der schriftlichen Nachrichten und der archäologischen oder bauanalytischen Befunde den Verlauf des Erdbebens zu rekonstruieren, seine Auswirkungen zu verfolgen und die verschiedensten Reaktionen zu ergründen, wobei erstmals das gesamte Katastrophengebiet, nicht nur die Stadt Basel, in die Betrachtung einbezogen wird.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 02.09.2006
Der Rezensent Franz Mauelshagen hat nur Lobenswertes zu berichten über Werner Meyers historische Studie über das Basler Erdbeben von 1356, das als schwerste Erdbebenkatastrophe nördlich der Alpen in die Geschichte eingegangen ist. Meyer beziffere die Anzahl der Opfer auf weniger als hundert (was weit unter anderen Schätzungen liege) und liefere dafür eine plausible Erklärung, lobt der Rezensent. Zum anderen rekonstruiere er das effiziente Katastrophenmanagement der Basler Stadtherren, sowohl was die Evakuierung und Notunterbringung der Einwohner als auch die Planung und Durchführung des Wiederaufbaus angeht. Die Rekonstruktion dieser politischen Effizienz erfreut den Rezensenten besonders, widerspricht sie doch dem oft hervorgebrachten Klischee, im Mittelalter und in der früheren Neuzeit habe es angesichts von Naturkatastrophen "nur Fatalismus und Bußübungen" gegeben. Abgerundet wird dieser anregende Band durch eine geologische Studie von Hans Peter Laubscher, die den aktuellen Stand der Ursachenforschung nachvollziehbar referiert, so das lobende Fazit des zufriedenen Rezensenten.
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