Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Werner Meyer

Da verfiele Basel überall

Das Basler Erdbeben von 1356.

Cover: Da verfiele Basel überall

Schwabe Verlag, Basel 2006
ISBN-10 3796521967
ISBN-13 9783796521966
Kartoniert, 230 Seiten, 24,50 EUR

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Klappentext

Mit einem geologischen Beitrag von Hans Peter Laubscher. Das Erdbeben vom 18. Oktober 1356 gehört zu den schlimmsten Naturkatastrophen, die sich in historischer Zeit nördlich der Alpen ereignet haben. In einem Oval von etwa 80 auf 45 km Durchmesser werden um die sechzig Burgen, viele Kirchen und sonstige Gebäude aufs schwerste beschädigt. Das vorliegende Buch versucht aufgrund der schriftlichen Nachrichten und der archäologischen oder bauanalytischen Befunde den Verlauf des Erdbebens zu rekonstruieren, seine Auswirkungen zu verfolgen und die verschiedensten Reaktionen zu ergründen, wobei erstmals das gesamte Katastrophengebiet, nicht nur die Stadt Basel, in die Betrachtung einbezogen wird.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 02.09.2006

Der Rezensent Franz Mauelshagen hat nur Lobenswertes zu berichten über Werner Meyers historische Studie über das Basler Erdbeben von 1356, das als schwerste Erdbebenkatastrophe nördlich der Alpen in die Geschichte eingegangen ist. Meyer beziffere die Anzahl der Opfer auf weniger als hundert (was weit unter anderen Schätzungen liege) und liefere dafür eine plausible Erklärung, lobt der Rezensent. Zum anderen rekonstruiere er das effiziente Katastrophenmanagement der Basler Stadtherren, sowohl was die Evakuierung und Notunterbringung der Einwohner als auch die Planung und Durchführung des Wiederaufbaus angeht. Die Rekonstruktion dieser politischen Effizienz erfreut den Rezensenten besonders, widerspricht sie doch dem oft hervorgebrachten Klischee, im Mittelalter und in der früheren Neuzeit habe es angesichts von Naturkatastrophen "nur Fatalismus und Bußübungen" gegeben. Abgerundet wird dieser anregende Band durch eine geologische Studie von Hans Peter Laubscher, die den aktuellen Stand der Ursachenforschung nachvollziehbar referiert, so das lobende Fazit des zufriedenen Rezensenten.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren