Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Volker Kronenberg

Ernst Nolte und das totalitäre Zeitalter

Versuch einer Verständigung

Cover: Ernst Nolte und das totalitäre Zeitalter

Bouvier Verlag, Bonn 1999
ISBN-10 3416028740
ISBN-13 9783416028745
Gebunden, 400 Seiten, 20,35 EUR

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Klappentext

"Geschichtsdenker von Weltrang" oder "skurriler Hintergrundphilosoph"? An Ernst Nolte, dem 76-jährigen Historiker aus Berlin, scheiden sich die Geister. Spätestens seit dem Historikerstreit der Jahre 1986-87, ist Nolte auch dem breiten Publikum bekannt. Sein 1987 erschienenes Buch über den "Europäischen Bürgerkrieg 1917-1945" wurde seinerzeit, nahezu einhellig von Kollegen und Medien als vermeintliche "Apologie" Hitlers verurteilt. Der deutsche Diktator, so lautete ein Vorwurf an die Adresse Noltes, dürfe nicht als "Anti-Lenin" verharmlost werden. Aber tut Nolte dies wirklich? Die vorliegende Untersuchung unternimmt erstmals seit dem Ausbruch des Historikerstreits den Versuch einer ernsthaften Verständigung mit und über "Nolte". Jenseits pauschaler Verdächtigungen und Verurteilungen nähert sich der Autor dem Nolteschen Gesamtwerk, zeigt dessen unterschiedliche Dimensionen auf und arbeitet die Bezüge zu den Werken namhafter Autoren heraus.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.11.2000

Karl H. Metz begrüßt das Erscheinen dieses Buchs ausdrücklich, insbesondere weil er hier Noltes Werk "in einem breiten Feld von Zusammenhängen, des Arguments, seiner Entwicklung wie seiner Rezeption" dargestellt sieht, ohne dass der Autor dabei apologetisch vorgegangen sei. Der Rezension ist zu entnehmen, dass nach Metz` Ansicht Nolte oft unrecht getan worden ist, dass er insbesondere durch den Historikerstreit in eine Schublade gesteckt worden war, die nähere Auseinandersetzung zu erübrigen schien. Kronenberg jedoch habe den bewundernswerten Versuch unternommen, Noltes Denken nachvollziehbar zu machen, aufzuzeigen, "was tatsächlich dort (in seinen Werken) steht" und ihn mit "anderen Interpretationslinien" zu konfrontieren. Als besondere Leistung Kronenbergs würdigt Metz darüber hinaus, dass er Nolte aus der Tabuzone herausführt und ihn wieder "rezipierbar, diskutierbar, kritisierbar" macht, ohne dabei Irrtümer unter den Teppich zu kehren.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren