Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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Klappentext
60 schwarzweißabbildungen, Stadtplan, Karte. Verzeichnis der Päpste. Als Papst Bonifaz am 16. Februar 1300 eine Bulle erließ, die das bereits angebrochene Jahr zum Jubeljahr erklärte, legte er den Grundstein für eine Tradition, die bis in die Gegenwart reicht: Auch in diesem Jahr werden Pilger wie von alters her auf den großen Einfallstraßen in die Stadt gelangen. Volker Breidecker begleitet sie und alle Kunstenthusiasten und -touristen zu bekannten und weniger bekannten Stätten Roms.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 03.07.2000
In einer Doppelrezension bespricht Albert von Schirnding zwei kulturgeschichtliche Reiseführer zu Rom.
1.) Volker Reinhardt: "Rom. Ein illustrierter Führer durch die Geschichte". (C. H. Beck Verlag)
Diesem Buch widmet der Rezensent nur einen kurzen Abschnitt, in dem er darauf hinweist, dass Reinhardt nach der "üblichen Methode" des zeitlichen Nacheinander vorgeht. In diesem Fall heißt das, dass die Darstellung bei Rom als Hauptstadt des römischen Imperiums beginnt und bis zum Ende des Kirchenstaats 1870 reiche. Jedem, "dem an handfester Unterweisung gelegen ist, wird diesem zuverlässigen Führer mit Gewinn folgen", so das Fazit des Rezensenten.
2.) Volker Breidecker: "Rom. Ein kulturgeschichtlicher Reiseführer" (Philipp Reclam jun.)
Die Vorgehensweise Volker Breideckers findet der Rezensent im Vergleich zu Reinhardts Rom-Führer jedoch "kühner und interessanter". Breidecker beschäftige sich mehr mit der "Gleichzeitigkeit des Vergangenen", indem er sich auf die Oberfläche der gegenwärtigen Dinge einlasse und diese "als den versammelnden Ort einer langen Folge von Verwandlungen begreift". Dabei komme der Autor u. a. auch zu dem Schluss, dass der "Raubbau" der Päpste an der Architektur nicht nur zerstörerisch war, sondern erst die "spannungsvolle Einheit" des weltlichen und geistlichen Roms ermöglicht habe. Das Aufzeigen einer Gleichzeitigkeit von verschiedenen Epochen und "künstlerischer Stile als innerer Schichtung" scheint nach Ansicht des Rezensenten hier auf faszinierende Weise gelungen zu sein.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.05.2000
Nur Gutes weiß der Rezensent mit dem Kürzel "Pa" zu dem Buch zu berichten. Besonders gefällt ihm dass der Autor einen Blick "unter die Oberfläche " wirft und auch das beleuchtet, zunächst vielleicht unauffällig erscheint. Dabei werde der Leser "weder überfordert noch überfüttert", findet "Pa.", der dieses Buch für einen idealen Reisebegleiter hält. Abschließend weist er darauf hin, dass der Autor in einem virtuellen Gespräch auch "unzählige Vorgänger" zu Wort kommen läßt, was seiner Meinung nach den Gewinn des Buches für den Leser abrundet.
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Goncalo M. Tavares: Die Versehrten
19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen
Laszlo Vegel: Sühne
12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen







