Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Verena Olejniczak Lobsien

Skeptische Phantasie

Eine andere Geschichte der frühneuzeitlichen Literatur

Cover: Skeptische Phantasie

Wilhelm Fink Verlag, München 1999
ISBN-10 3770534301
ISBN-13 9783770534302
Kartoniert, 351 Seiten, 44,99 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Die Frühe Neuzeit ist mehr und anderes als bloße Vormoderne. Nicht erst die aktuelle "Selbstsorge"-Diskussion hat deutlich gemacht, in welchem Ausmaß sich diese Epoche unter Rückgriff auf bestimmte hellenistische Denkfiguren zu verstehen suchte. Dabei ist ihr auffallendes Interesse an der antiken Skepsis eher unbemerkt geblieben. Ebenso wenig scheint die - bei allen Differenzen der jeweiligen Verwandlungsgestalten - nur wenig gebrochene Überlieferungskontinuität des neuplatonischen Denkens bisher in das literaturwissenschaftliche Blickfeld gerückt zu sein. Das ist erstaunlich. Denn die frühneuzeitliche Literatur schöpft aus eben diesen Quellen. Die hier vorgelegte Literaturgeschichte unternimmt es, in exemplarischen Lektüren einiger der berühmtesten und verschiedener weniger bekannten Texte im Gang von der Programmschrift der pyrrhonischen Skepsis über den Cusaner, Montaigne, Shakespeare und Cervantes bis zu Autorinnen der englischen Restaurationszeit zu zeigen, inwiefern skeptisch-platonisches Denken ein Wegweiser in die Literatur als eigenes Erkenntnismedium ist.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 23.09.2000

Mit Interesse berichtet der Rezensent mit dem Kürzel "gba." über diesen Band, der eine "andere Geschichte" der frühneuzeitlichen Literatur verheißt. Dem Rezensenten gefällt vor allem, wie Lobsien scheinbar entfernte Autoren wie Shakespeare und Montaigne oder Cervantes und Robert Burton durch eine "minuziöse" Lektüre in unvermutete Parallelen bringt. Hier scheint denn auch eine Frühgeschichte der Skepsis erzählt zu werden, die diese Autoren zu Vorläufern der Moderne mache. Der Rezensent wünscht sich nach diesen Studien einen größeren Band der Anglistin über Shakespeare.

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren