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Klappentext
Das Leben der Madame de Pompadour (1721-1764) gehört zu den farbigsten Stoffen, die ein Biograf wählen kann: glanzvoller Aufstieg aus einfachen Verhältnissen, Objekt stürmischer Leidenschaft des französischen Königs, Diplomatin, einflussreiche Ratgeberin der Mächtigen, kunstsinnige Mäzenatin und gehasste Verschwenderin. Uwe Schultz hat aus den historischen Fakten die faszinierende Lebensbeschreibung einer der berühmtesten Frauen der Weltgeschichte geformt. Der Aufstieg der Bürgerlichen Jeanne-Antoinette Poisson zur Mätresse Ludwigs XV. und zur adligen Madame de Pompadour ist einzigartig: Der König lernt die ebenso gebildete wie verführerische Schönheit noch als verheiratete Madame d?Etoilles auf einem Maskenball bei Hofe kennen, und aus einer anfänglich stürmischen Leidenschaft entwickelt sich bald eine große Liebe und schließlich eine tiefe Freundschaft.
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Madame de Pompadour - Info bei C.H. Beck
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.07.2005
Völlig begeistert ist Ilona Lehnert von Uwe Schultz' "Madame de Pompadour oder Die Liebe an der Macht", eine Biografie der Mätresse Ludwigs XV. Die Rezensentin ist fasziniert, wie es Schultz gelingt, aus diesem hochpolitischen Sujet ein Lesevergnügen zu bereiten, in dem "neben seiner bürgerlichen 'Heldin' auch deren politische Wegbegleiter, ihre Günstlinge und Feinde in den Erzählstrang" eingeflochten werden. Jeanne-Antoinette Poisson, wie die 1721 geborene Pompadour mit bürgerlichem Namen hieß, hat ihre Karriere sorgfältig geplant und mittels der Verführung schnell erreicht. "Ob die über Nacht zur mächtigsten Frau Frankreichs avancierte Vierundzwanzigjährige erkannte, wie eminent politisch, wie gewinnorientiert und im höchsten Maße staatsgefährdend diese Protektion war, darf bezweifelt werden, schreibt Lehnert. In Frankreich ist die Mätresse verhasst, weil sie sich von 1750 an in die Politik einmischte und so ungewollt dazu bei trug, die Hegemonie der ihr verhassten Engländer zu stärken und Preußens Aufstieg zu begünstigen. Lehnert fragt sich, ob Uwe Schultz jüngste Biografie der Madame de Pompadour, dazu beitragen könnte, dass sich auch die Franzosen der späten Rehabilitation der verhassten Mätresse Ludwigs XV. anschließen.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 25.11.2004
Ein knapper Verriss aus der Feder von Volker Breidecker macht mit dieser Biografie der Madame de Pompadour kurzen Prozess. Der Rezensent findet die Sprache der Lebensbeschreibung ziemlich "gestelzt" und macht sich über den Hang des Autors zur Alliteration vom Kaliber "Pikanterie des Perversen" lustig. Zudem breite Schultz Fakten aus, die man zum Teil "so genau gar nicht wissen" wolle. Oder es unterliefen ihm durch den Willen zur "empirischen Präzision" Schnitzer wie zum Beispiel den 24. Februar von 1745 in die Karwoche zu verlegen, moniert Breidecker. Die Porträtierung von Ludwig XV. findet er noch am "überzeugendsten", insgesamt aber kann ihn diese Biografie nicht begeistern.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 07.10.2004
Von diesem "gelungenen Versuch", das Leben und den Einfluss der Madame de Pompadour darzustellen, ist Hans Pleschinski begeistert. Durch eine "Chronik Versailles" bereits als Kenner der Geschichte Frankreichs ausgewiesen, findet es der Rezensent nur folgerichtig, dass sich Schultz nun der Mätresse Ludwig XV. zuwendet, die als "erste Frau bürgerlicher Herkunft weltpolitischen Einfluss" erlangte. Der Autor zeichnet mit "reichen Informationen" das Leben der Pompadour nach und räumt auch mit dem "Klischee des süßlichen Rokoko" auf, indem er den anstrengenden und "stets wirkungsmächtigen Alltag der Marquise" ins Licht rückt, wie der Rezensent positiv vermerkt. Dass bei dieser "fesselnden" Biografie auch noch nebenbei die "Entstehung der Mayonnaise" aus dem Wirken der Pompadour erklärt wird, hat dem Rezensenten auch gefallen.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 05.10.2004
"Lektor, wo warst Du?" Eine finale Klage, die das ganze Leid der Rezensentin wiedergib:. Ursula Pia Jauch benötigt nur die letzten zehn Zeilen ihrer Rezension, um Uwe Schultz' Versuch einer Biografie von Madame Pompadour als Politikerin effizient, aber lustvoll zu zerreißen. Schultz beherrsche zwar die historische Materie, und die Zusammenstellung unterschiedlichster Quellentexte sei "verdienstvoll", aber das alleine reiche nicht zu einer Biografie, und schon gar nicht zu einer, "die mit dem Stand der Forschung mithalten kann". Und damit ist die Rezensentin gerade erst in Fahrt gekommen. Schultz' Stil beurteilt sie als "hölzern", seine Fragestellungen sind ihr zu "unkritisch, verstaubt und ohne jede Psychologie", die Argumentationsführung nicht selten "absonderlich". Schultz lasse die großen und heiklen Fragen wie die von der Beziehung zwischen Sexualität und Macht außen vor und verlasse sich auf fragwürdige Zeugen. Als Gipfel empfindet die erbost-erschöpfte Rezensentin das abschließende Kapitel, das man "mit Fug" eine "neoroyalistische Flaschenpost in Rosa" nennen dürfe.
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