Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Uwe M. Schmidt

Die Datsche

oder Wie der 2. Sekretär der SED-Bezirksleitung Kahlow beinahe die DDR gerettet hätte. Roman

Cover: Die Datsche

Reclam Verlag, Leipzig 2000
ISBN-10 3379016829
ISBN-13 9783379016827
Kartoniert, 254 Seiten, 8,64 EUR

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Klappentext

Frühling 89. Ewald Machmann, der neue 2. Sekretär der SED-Bezirksleitung Kahlow, genießt seine Macht. Alles ist aufs Beste eingerichtet, nur zwei Problemchen machen ihm zu schaffen: Sein Bezirk hat die niedrigste Geburtenrate und zu viele hauen ab in den Westen. Was tun? Der findige Funktionär hat eine tolle Idee: 40.000 neue Schrebergärten sind die Rettung für die Republik. Denn wer einen Kleingarten hat, steigert die Gemüseproduktion, wird zur Zeugung von Nachwuchs animiert und denkt nicht mehr an Flucht. Der Plan scheint aufzugehen. Aber dann gerät Machmanns grüne Revolution ins Stocken.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.08.2000

Eigentlich beginnt Sabine Brandt noch ganz freundlich: zwar kein "Schriftsteller im strengen Sinne" ist der Autor für sie, nur ein "Film- und Fernsehmann". Aber als solcher hat er einiges mitbekommen, ist außerdem in Mecklenburg aufgewachsen und hat in Dresden studiert. Also, man darf, auch aufgrund des Titels, informierte Satire erwarten. Und so ist es denn auch: von der Förderung des Schrebergartenidylls verspricht sich der "2.Sekretär" die Lösung gleich dreier Probleme: "Republikflucht, Versorgungsmängel, sinkende Bevölkerungszahlen". Aber der Einfall wird, so Brandt, für jeden Gag und Lacher so lange gemolken, bis der Roman platt ist. Mild gekitzelt kann sich der Eingeweihte noch fühlen, wenn er die "Projekthelfer aus dem Schriftstellerverband" erkennt, beispielsweise Christa und Gerhard Wolf. Aber am Ende, so Sabine Brandt, ist es nur leider doch nur noch langweilig.

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