Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Ute Kröger

Wie ich leben soll, weiß ich noch nicht

Erika Mann zwischen 'Pfeffermühle' und 'Firma Mann'

Cover: Wie ich leben soll, weiß ich noch nicht

Limmat Verlag, Zürich 2005
ISBN-10 385791484X
ISBN-13 9783857914843
Gebunden, 189 Seiten, 19,80 EUR

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Klappentext

Sie war ausgestattet mit allem, was man zum Leben braucht, und begabt mit vielen Talenten: selbständig, intelligent, charmant, streitlustig, energisch, lebenstüchtig, erfolgreich. Aber immer lebte sie im Spannungsfeld von Eigenständigkeit und dem Tragen des grossen Namens. Dieses Porträt mit vielen unveröffentlichten Bildern und Dokumenten sowie die Erinnerungen Frido Manns an seine Tante dokumentieren ihr Leben - als Prinzipalin der "Pfeffermühle", als Kinderbuchautorin, als Journalistin und Kriegsreporterin, als Familieninstanz, als Nachlassverwalterin und Herausgeberin der Werke ihres Bruders und ihres Vaters sowie als prozessfreudige Inhaberin der literarischen "Firma Mann".

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.11.2005

Tilmann Lahme bespricht zwei Bücher, die jetzt zum hundertsten Geburtstag von Erika Mann erscheinen. Von Ute Krögers Porträt ist der Rezensent begeistert und er rechnet es der Autorin hoch an, dass sie bei aller Sympathie für ihre Protagonistin deren schwierigen und unangenehmen Charakterzüge nicht verschweigt. Neben der Kabarettistin und der unermüdlich im Dienst für das Werk des Vaters Tätigen streiche Kröger vor allem Erika Manns Verdienste als Kinderbuchautorin hervor, konstatiert der Rezensent. Den "Höhepunkt" dieser "brillanten Porträtskizze" aber sieht Lahme im Kapitel über die Beziehungen der Mann-Familienmitglieder, in dem die Autorin nicht nur den starken Zusammenhalt, sondern auch die "innerfamiliären Konflikte" der Manns interessant schildert. Ein "glänzend formulierter Essay", der Erika Mann in all ihren Facetten "lebendig" werden lässt, preist der begeisterte Rezensent.

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 05.11.2005

Die Standardbiografie zu Erika Mann ist schon vor zehn Jahren entstanden, geschrieben hat sie Irmela von der Lühe. Die nun zum hundertsten Geburtstag erscheinenden Bände widmen sich daher eher Seitenaspekten des Lebens der als Tochter Berühmten. Der Akzent liegt bei Ute Krögers Biografie auf den Schweizer Jahren Erika Manns. Ein allzu schmeichelhaftes Porträt scheint da nicht möglich, denn die einst erfolgreiche Schauspielerin, Kabarettistin und Autorin erweist sich nun, so der Rezensent Manfred Koch, als "dominant im Auftreten, eitel und eifersüchtig", ja, "maßlos im Hass bis hin zu paranoiden Ideen". Als großes Verdients rechnet es Koch der Biografin allerdings an, dass sie dies nur als eine Seite Manns darstellt. Daneben sei diese eben auch eine charismatische Frau, eine begabte Polemikerin, nicht zuletzt die Antreiberin ihres "ewig zaudernden Vaters" gewesen. Besonders gelungen findet der Rezensent das Kapitel über die Kinderbücher, die Kröger als denen Erich Kästners durchaus ebenbürtig begreift. Es wird Zeit, schließt Koch seine sehr freundliche Besprechung, dass nach "Stoffel fliegt über das Meer" weitere dieser Kinderbücher wiederveröffentlicht werden.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren