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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Urs Mannhart

Luchs

Roman

Cover: Luchs

Bilger Verlag, Zürich 2004
ISBN-10 3908010705
ISBN-13 9783908010708
Gebunden, 360 Seiten, 23,50 EUR

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Klappentext

In den (Berner Oberländer) Bergtälern - pro oder contra Luchs (Wolf etc) - werden erbitterte Fehden ausgetragen, die quer durch ganze Dörfer, Sippschaften, Familien gehen. Jäger und Schafhalter gegen Naturschützer und Stadtromantiker stehen als Prototypen für die verfeindeten Lager. Ein Wilderer schickt die vier abgehackten, blutigen Pfoten eines Luchses ans zuständige Bundesamt. Die Boulevardmedien heizen die Stimmung an. Julius Leen, dreadlockstragender Zivi im Luchsprojekt, gerät zwischen sämtliche Fronten. Nicht nur die Stumpen der Granitschädel rauchen. Eine unheilvolle Bierwette führt zu einem Wettjagen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 11.12.2004

So recht fassen kann es Roman Bucheli offenbar nicht, dass ihn dieser Roman gefesselt hat. Ein Roman über Luchse, nicht mehr, nicht weniger. Luchse und ihr Revier, die Jäger, die sie jagen, die 'Großraubwildbiologen', die sie schützen. Dazwischen aber - und darum ist es wohl so fesselnd - "Liebe und Hass, Hinterhalt und Lüge, Macht und Geld, Tragik und Hingabe", eine wahre "Doku-Soap" über den Luchs, die sich zwischendurch auch mal wie eine Seminararbeit lese und nirgends wie große Literatur. Aber aufhören konnte er eben auch nicht mehr mit dem Lesen, gesteht Bucheli, der Autor sei schon verflixt "talentiert" als Erzähler - nur leider ein wenig allein gelassen von seinem Lektorat, das den einen oder anderen stilistischen Fehler hätte ausbügeln müssen.

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