Bücherschau der Woche
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- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Ulrich S. Soenius
Wirtschaftsbürgertum im 19. und frühen 20. Jahrhundert
Die Familie Scheidt in Kettwig 1848-1925
Klappentext
Mit Abb., Quellen- und Literaturverz., Indices. Die Bürgertumsforschung ist seit Jahren ein wichtiger Bestandteil der Geschichtswissenschaft. Dabei stand vielfach das Bildungsbürgertum im Vordergrund. Diese neue Veröffentlichung analysiert nun das deutsche Wirtschaftsbürgertum im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Anhand eines Einzelbeispiels werden untersucht das private Leben (Erziehung, Ehe und Familie, Haushalt, Wohnen und Freizeit, familiäre Krisen, Familienfeiern) sowie die öffentliche Wirksamkeit (Politik, Wahlen, kommunalpolitisches Engagement, wirtschaftliche Betätigung außerhalb des eigenen Unternehmens, bürgerliches Vereinswesen, Kirche und Gemeinwohl, öffentliche Festkultur, politische und militärische Krisen sowie ihre Bewältigung). Als Objekt wurde die großbürgerliche Familie Scheidt in Kettwig (heute Stadtteil von Essen) gewählt.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.08.2001
Wirklich Intimes, geschweige Erotisches, braucht sich der Leser von Soénius" Nachzeichnung einer deutschen Unternehmerfamilie trotz der Auswertung Hunderter von Privatbriefen nicht zu versprechen, schreibt Jürgen Schmidt - und zitiert dann hurtig die paar "Stellen", auf die er dennoch stieß. Ansonsten zeichnet er nach, was der Autor vorgezeichnet hat: die Geschichte dreier Generationen einer Textilunternehmerfamilie aus dem Bergischen Land, wie sie sich darstellt in ihren Festen, in Wohnkultur, Freizeitverhalten und im öffentlichen Wirken als dominierender Wirtschaftsfaktor der Stadt Kettwig. Regionale und familiäre Identität werden als Fundamente ihres Selbstverständnisses ausgemacht. Schmidt findet all das "überzeugend", fragt sich jedoch, wie legitim es ist, eine Unternehmerfamilie "völlig lösgelöst" von dem, was in ihrem Unternehmen geschieht, darzustellen. Eine "Kombination aus Sozial-, Kultur- und Wirtschaftsgeschichte" hätte ihm da mehr zugesagt.
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