Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Tschingis Aitmatow

Der Schneeleopard

Roman

Cover: Der Schneeleopard

Unionsverlag, Zürich 2007
ISBN-10 3293003702
ISBN-13 9783293003705
Gebunden, 234 Seiten, 19,90 EUR

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Klappentext

Aus dem Russischen von Friedrich Hitzer. Die Zeit scheint für beide abgelaufen. Der einst unbezwingbare Schneeleopard Dschaa-Bars fühlt seine Kräfte schwinden und will sich zum Sterben in ein unzugängliches Tal im kirgisischen Hochgebirge zurückziehen. Und Arsen Samantschin, der unabhängige Journalist, wird von der Welle des entfesselten Kommerzes in seiner Heimat überrollt. Die Medien kuschen, Oligarchen und Fanatiker drängen sich vor, und seine große Liebe, die Sopranistin Aidana, feiert als Popstar Triumphe. Das Schicksal führt Arsen und den Schneeleoparden in einer atemberaubenden Wendung zusammen: arabische Prinzen haben sich zu einer luxuriösen Jagdpartie angekündigt. Arsen soll sie als Tourmanager und Dolmetscher begleiten. Aber nicht alle im Dorf wollen es hinnehmen, dass es bei diesem Geschäft so wenige Gewinner und so viele Verlierer gibt.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 30.06.2007

Mit gemischten Gefühlen hat Rezensent Ludger Lütkehaus Tschingis Aitmatows Roman "Der Schneeleopard" gelesen. Nachdem ihn anfangs der "parallel geführte tierisch-menschliche Doppelroman" begeistert, stöhnt er bald unter der thematischen Überfrachtung. Seiner Meinung nach versucht der Autor, alle möglichen "Zeitthemen" in seine Geschichte zu packen und damit eine Verbindung zwischen Traditionalität und Moderne zu schaffen. Auch die "gnadenlos weitschweifigen inneren Monologe" des Protagonisten können ihn nur bedingt überzeugen Zum Ende hin zeigt sich Lütkehaus aber dann doch wieder versöhnlich. Der Schluss hält eine Überraschung bereit, verspricht er, und "ist ebenso fulminant wie der Beginn".

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.06.2007

Zutiefst enttäuscht zeigt sich Rezensentin Sabine Berking von Tschingis Aitmatows Roman "Der Schneeleopard". Sie mag kaum glauben, dass dieses Buch tatsächlich aus der Feder Aitmatows stammt, eines Schriftstellers, den sie etwa für seine berühmte Liebesgeschichte "Dshamila" oder die poetische Novelle "Der weiße Dampfer" eigentlich sehr schätzt. Im vorliegenden Fall allerdings findet Berkin nichts, was zur Ehrenrettung des Romans angeführt werden könnte. Die Geschichte, die Aitmatow hier erzählt, fällt für sie eindeutig in die Kategorie "Kolportage", die Lektüre empfindet sie als Qual. Darum kommt sie auch nicht umhin, das Werk als "bizarres Potpourri aus holzschnittartigen Protagonisten und kruden Klischees" zu brandmarken.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren