Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Timothy Ferris

Chaos und Notwendigkeit

Report zur Lage des Universums

Cover: Chaos und Notwendigkeit

Droemer Knaur Verlag, München 2000
ISBN-10 3426270781
ISBN-13 9783426270783
Gebunden, 478 Seiten, 29,65 EUR

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Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Anita Ehlers. Eine atemberaubende Reise durch den Kosmos bis an die äußersten Grenzen der Schöpfung. Von der rätselhaften Welt der kleinsten Teilchen bis hin zur Weltformel, der Großen Vereinheitlichten Theorie, präsentiert uns Timothy Ferris mit bewundernswerter Leichtigkeit die faszinierenden Erkenntnisse der modernen Kosmologie. Ein Muß für jeden, der das Staunen nicht verlernt hat. Was war vor dem Urknall? Was sind extreme Schwarze Löcher? Gibt es Paralleluniversen? Warum ist der Raum gekrümmt? Welches ist das kleinste Teilchen im All? Ist das Leben ein kosmischer Zufall oder Notwendigkeit? Dies sind nur einige der Fragen, mit denen sich Timothy Ferris, einer der besten amerikanischen Wissenschaftsautoren, in seinem Buch über den heutigen Wissensstand in der Kosmologie befaßt.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 05.08.2000

In einer Doppelrezension bespricht Thomas Eckardt die folgenden Titel zur Astrophysik:
1) Timothy Ferris: "Chaos und Notwendigkeit"
Mit dem schönen Zitat, "Hier hausen Drachen", das auf alten Erdkarten unbekannte Gegenden bezeichnete, beginnt der Rezensent die Erörterung des Buches zur Entstehung des Universums. Der Autor, Leiter des Rocky-Hill-Observatoriums in Kalifornien, versucht dort weiter zu kartografieren, wo für die meisten von uns noch immer Drachen hausen, also im Anfangsmoment des Universums. Gott soll dabei lieber aus der Sache herausgehalten werden, schreibt er, denn "Gottes Sprache ist das Schweigen". Vielmehr nutzt Ferris die Wissenschaft der Astrophysik, um auf "spekulativ anmutende Fragen (...) präzise und geistreiche" Antworten zu finden, so Eckardt. Es geht offenbar tatsächlich bei der Frage nach der Entstehung der Welt nur um die erste Sekunde, für die keine der bisherigen Theorien eine widerspruchslose Erkärung - als Anfang der Atomkernbildung - hat. Viel ist zu lernen, so Eckardt, in diesem "Schwindel" erregenden, "unheimlichen" Buch über Urknall und Superstring, Wurmlöcher und die "Verrücktheit der Quanten". Wie und wo der unbedarftere Leser dieses Buch in der Flut ähnlicher Publikationen einordnen kann, erfährt man leider nichts.
2) Craig J.Hogan: "Das kleine Buch vom Big Bang"
Ein "trefflich als Einführung in die komplexe Materie" geeigneten Band lobt der Rezensent dies eher schmale Taschenbuch. Der Autor, Professor für Astronomie in Seattle, bezeichnet den Moment vor dem Urknall, den "Anfangsfleck", als unaufklärbar. Und viel mehr erfährt der Leser über das Buch hier leider nicht.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.05.2000

Günter Paul weist in seiner Rezension zunächst darauf hin, dass der Autor den Schwerpunkt auf die "quantenphysikalische Sicht" bei seiner Abhandlung zur "Deutung des Universums" gelegt hat. Anschließend erläutert der Rezensent in kurzen Umrissen den aktuellen Stand der Debatte, um dem Leser sein Urteil über diesen Band plausibel zu machen. Er lobt, dass Ferris recht gut die Probleme und den Wandel der modernen Kosmologie verdeutlicht, kritisiert allerdings, dass so manches in dieser Darstellung nicht klar wird. Als Beispiel führt er den Zusammenhang an, der zwischen der "Verteilung der Galaxien im Universum" und der Kosmologie besteht. Passagen dieser Art seien leider "ermüdend" zu lesen, findet Paul und weist darüber hinaus auf mehrere fachliche Fehler hin.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren