Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
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Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Martina Hesse-Hujber. Bei der gegenwärtigen Diskussion um das offene Internet und die Netzneutralität kann man schnell vergessen, dass alle amerikanischen Informationsindustrien - angefangen mit der Telefonie - am Ende in rücksichtslosen Monopolen oder Kartellen aufgegangen sind. Alle unsere medialen Daten werden heute innerhalb eines einzigen Netzwerks fortbewegt. Dies birgt ungeahntes Potenzial für eine zentrale Kontrollausübung darüber, was wir zu hören und zu sehen bekommen. Könnte sich die Geschichte mit der nächsten industriellen Konsolidierung wiederholen? Könnte das Internet von einem einzigen industriellen Monopolisten im Besitz des Master Switch beherrscht werden?
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.08.2012
Oliver Jungen entdeckt mit dem Publizisten Tim Wu die neuralgischen Punkte der technischen Moderne. Wenn der Autor die Geschichte der elektronischen Medien in Amerika aufschreibt, vom ersten Telefon bis zum Kampf um die Netzhoheit, hebt er immer auch auf die ökonomischen Interessen dahinter ab, auf Monopolisierungstendenzen und Innovationsunterdrückung (siehe AT&T). Jungen findet das alles vorbildlich recherchiert und absolut lesenswert. Schon wegen der vielen unbekannten Einzelheiten und Anekdoten, aber auch aufgrund von Witz und Leichtigkeit bei gleichzeitiger historisierender Schwergewichtigkeit. Wus aus allen Zeilen sprechenden Ruf nach mehr Wettbewerb und weniger monopolistischer Kontrolle scheint Jungen auch unterschreiben zu wollen.
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Tim Wu
Tim Wu ist Professor an der Columbia University in New York. Er schreibt unter anderem für The New York Times, The Washington Post und Forbes.mehr lesen













