Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Tierno Monenembo
Cinema
Klappentext
Aus dem Französischen von Karin Boden und Monique Lütgens. Ein Roman aus Guinea. Binguel und Benté, zwei Jugendliche in einer afrikanischen Kleinstadt der 50er Jahre, leben in der Welt des Kinos. Wie der Mann aus dem Westen und Oklahoma Kid verschaffen sie sich mit der Waffe Respekt in ihrer Stadt.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 11.07.2000
Nach Ansicht Heinz Hugs ist dieser Roman ein "treffendes Beispiel für eine Entwicklung der neueren Literatur aus Afrika", insbesondere deswegen, weil der Autor sich hier stärker dem Privaten zuwende, ohne dabei gesellschaftliche Aspekte zu vergessen. Besonders die Komposition des Romans hat es dem Rezensenten angetan: Denn die zwei Zeitebenen (eine ist zwei Jahre vor der Unabhängigkeit Guineas angesiedelt, die andere kurz danach) korrespondieren seiner Ansicht nach mit der Entwicklung und auch Zerrissenheit des jungen Erzählers. Zunächst die Abhängigkeit, später die Abwendung von einem kriminellen Freund, der Konflikt zwischen islamischer und christlicher Kultur und auch das zwiespältige Verhältnis zum Vater. Dennoch findet es der Rezensent falsch, in diesem Buch lediglich "einen politisch-symbolischen Roman" zu sehen. Die rückblickenden Beobachtungen des Erzählers in seiner "naiv-forschen Diktion machen aus `Cinema` einen Schelmenroman", so das Fazit des Rezensenten.
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