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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Theres Roth-Hunkeler

Erzähl die Nacht

Roman

Cover: Erzähl die Nacht

Rotpunktverlag, Zürich 2000
ISBN-10 3858692077
ISBN-13 9783858692078
Gebunden, 208 Seiten, 17,38 EUR

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Klappentext

Irene arbeitet in einem Fundbüro, zieht aber vorübergehend in ein Haus an einem See und begibt sich auf die Suche nach ihrem Zwillingsbruder. Denn am gegenüberliegenden Ufer hatte "Zwilling" gewohnt. Bevor die Zwillinge einen Namen trugen, erwartete die Mutter nur ein Kind - Paul oder Paula. Aus Paula wurde Irene. Manchmal nennt sich Irene Paula; Zwilling heißt dann Monsieur Paul. Vor dem Einschlafen, am Rand der Nacht beginnt das Spiel: Es war einmal eine Beiografie...

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 21.09.2000

Ein Roman schreibt den anderen fort, dies scheint Sybille Birrer bei Theres Roth-Hunkeler der Fall zu sein. Mehr als einmal habe sie das Gefühl gehabt, schon einmal im Familienalbum geblättert zu haben, begründet die Rezensentin ihre Annahme. Und wie in den beiden vorhergehenden Romanen stehe auch diesmal wieder eine Frau im Mittelpunkt, die nicht nur "erinnerungsversessen" und "wortsüchtig" sei, sondern zudem auch noch besessen von Namen, weshalb die Protagonistin aus ihrem Zwillingsdasein ein Namensverwirrspiel macht. Die Bearbeitung bereits abgehandelter Thematik - die provinzielle Enge in der Schweiz der 60er und 70er Jahre - hat ihr Gutes, findet Birrer; gerade diese der Vergangenheit zugewandten Passagen findet sie ausgesprochen prägnant, präzise und dicht in der Beschreibung. Gar nicht zufrieden zeigt sich die Rezensentin mit der konturlos bleibenden Gegenwartsebene in dem Roman, der Roth-Hunkeler durch sprachliche Kunstgriffe zu entsprechen versuche, die Birrer bloß gekünstelt, aber keineswegs kunstvoll vorkommen.

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