Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Theodor Fontane

Stine

Roman. 3 CDs. Gelesen von Gert Westphal

Cover: Stine

Deutsche Grammophon, Hamburg 2003
ISBN-10 3829113560
ISBN-13 9783829113564
CD, 26,00 EUR

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Klappentext

Ungekürzte Lesung. 3 CDs, 210 Minuten. Gelesen von Gert Westphal. Die Näherin Stine und Graf Waldemar entdecken ihre gegenseitige Zuneigung. Anders als in "Irrungen, Wirrungen" findet sich das ungleiche Paar hier nicht mit den "Verhältnissen" ab: Waldemar will Stine heiraten. Sein Wunsch nach einem Andauern ihres Glücks bedeutet aber, daß es ein um so schnelleres Ende nimmt. Fontane schreibt seinem Freund und Schriftstellerkollegen Emil Dominik 1888: "Stine ist das richtige Pendant zu Irrungen, Wirrungen, stellenweise weniger gut, stellenweise besser. Es ist nicht so ein breites, weite Kreise umfassendes Stadt- und Lebensbild wie Irrungen, Wirrungen, aber an den entscheidenden Stellen energischer, wirkungsvoller. Die Hauptperson ist nicht Stine, sondern deren ältere Schwester: Witwe Pittelkow. Ich glaube, sie ist eine mir gelungene und noch nicht dagewesene Figur."

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.08.2004

Keine leichte Sache ist es, Fontane vorzulesen, warnt Tilmann Spreckelsen erst einmal, bevor er auf die zehn von Gert Westphal gelesenen Romane des Autors zu sprechen kommt. Es lauere nämlich die Gefahr, der Subtilität Fontanes durch Überdeutlichkeiten in den Rücken zu fallen. Und der, bedauert der Rezensent, ist Westphal nicht immer entgangen. "Stine" ist das ausführlich besprochene Beispiel. Als größten Kunstgriff des Romans sieht der Rezensent die in ihm konsequent durchgeführte Opposition von Sehen und Sprechen, die allerdings durchweg nebenbei aufgebaut werde. Indem Westphal hier allzu starke Akzente setze, bringt er, so Spreckelsen, Fontanes Komposition immer wieder aus dem Gleichgewicht. Weitere Kritikpunkte: Das Berlinern der Figuren ist deutlich penetranter als im Buch; die Kapitelzäsuren werden verschliffen; die Differenzierung der Einzelfiguren durch unterschiedliche Stimmlagen gerät immer wieder ins Karikatureske. Gelobt wird immerhin die Tatsache, dass das Hörbuch den ungekürzten Text enthält - und die Kritik scheint als Formulierung von Vorbehalten eher denn als Verdammung gemeint zu sein.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren