Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Terezia Mora

Seltsame Materie

Erzählungen

Cover: Seltsame Materie

Rowohlt Verlag, Reinbek 1999
ISBN-10 3498044710
ISBN-13 9783498044718
gebunden, 254 Seiten, 16,36 EUR

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Klappentext

Die Menschen in dem ungarischen Dorf unweit der österreichischen Grenze beherrschen das Trinken ebensogut wie den Traum von einer Flucht aus den ärmlichen Verhältnissen. Und die Erinnerung an dieses Dorf mit seinen skurrilen Einwohnern, ihrer hoffnungslosen Sehnsucht nach dem guten Leben, ihren archaischen Gewohnheiten und verbissenen Überzeugungen beherrscht die Geschichten Moras wie ein Vexierbild, in dem die Landschaft der eigenen Heimat zur Fremde wird, zur "seltsamen Materie". Mit ihr ist sie verwachsen, und von ihr ist sie zugleich ausgestoßen. "Seltsame Materie" ist das Debüt von Terézia Mora.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 13.10.1999

Die ungarische Autorin Terézia Mora hat sich vor zehn Jahren von Heimat und Sprache verabschiedet, und das ist laut Denis Schenk ein Glücksfall für die deutsche Literatur. Begeistert an diesem Prosadebut hat Schenk vor allem der Ton: "Abgründig. Verführerisch. Ein Ton, der trägt. Bald märchenhaft sanft, bald alltäglich rauh." Man hört Schenk förmlich aufatmen, dass die knapp 29jährige Mora sich nicht an den Trend des eingängigen Pop, des "easy listening" geheftet hat. Mora erzähle Geschichten des Aufbruchs, des Abschieds aus der Welt der Kindheit, meist traurige, aber nie trostlose. Allerdings entgehen ihre Geschichten, so Schenk, nicht immer der Gefahr, aus ihrem "literarisch exotischen Milieu billigen Profit" zu schlagen.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren