Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Aus dem Englischen von Matthias Fienbork. Die Erinnerungen der Kosmopolitin, die in Rom ebenso zu Hause war wie in Paris, London oder an der Cote d'Azur, die Literatur, Malerei und gutes Essen fast so sehr schätzte wie ihre Freundschaften mit den europäischen Künstlern und Dichtern ihrer Zeit, sind eine Fundgrube für all jene Leser, die sich den Reichtum und die Dramatik des zwanzigsten Jahrhunderts anhand einer außergewöhnlichen Lebensgeschichte vor Augen führen möchten.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 25.01.2007
Rezensentin Yvonne Gebauer mochte die Erinnerungen der englischen Schriftstellerin mit deutsch-jüdischen Wurzeln und auch den Plauderton, mit dem sie sich noch einmal an das vergangene Jahrhundert erinnert, das sie fast in seiner Gänze erleben konnte. Zwar räumt sie ein, dass die Erinnerungen ein wenig unordentlich ausgefallen sind und man sich schon auf Sybille Bedfords ganz eigene, beiläufige Erzählweise einlassen müsse. Der Rezensentin selbst scheint das aber nicht sehr schwer gefallen zu sein, sich in dem "Durcheinander von Orten und Zeiten" samt atmosphärischer Schilderungen und Begegnungen mit bedeutenden Zeitgenossen zurechtzufinden. Manchmal sieht sie am Rand sogar "Politik-, Welt- und Kriegsgeschehen" auftauchen. Insgesamt kommt dieses erinnerte Leben Gebauer zufolge aber mit den Katastrophen des letzten Jahrhundert, wie sie schreibt, kaum in Berührung. Doch dafür chauffiert sie im "glühend heißen" Sommer 1940 den Pudel der Familie Mann mit dem Auto quer durch Amerika.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.10.2006
Nicht weniger als den Abschluss eines "leuchtenden" Lebenswerkes sieht Felicitas von Lovenberg in Sybille Bedfords Erinnerungsband. Bemerkenswert erscheint ihr sowohl die Frau selbst, als auch ihr Eingebundensein in Zeit und Raum. Lebensgeschichte wird zur europäischen Kulturgeschichte, namentlich jener der Haute Culture der Zwischenkriegsjahre. So vielfältig bedeutsam wie Lovenberg den Band taxiert, so uneinheitlich ist seine Erscheinungsform. Die Rezensentin steht vor einem Puzzle aus Anekdoten, Persönlichkeiten und Begebenheiten. Der "munter-nüchterne" Ton, der "elliptische, impressionistische Stil" (den der Übersetzer laut Lovenberg "glänzend" handhabt) - für Lovenberg repräsentieren sie Leidenschaft und Distanz, die beiden Schreibhaltungen der Autorin.
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