Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Inhalt: Alexander Puschkin, Ägyptische Nächte; Nikolaj Gogol, Petersburger Geschichten; Fjodor Dostojewskij, Aufzeichnungen aus dem Kellerloch; Lew Tolstoj, Die Kosaken; Ulrich Schmid (Hg.) Sternensalz. Russische Lyrik; Swetlana Geier (Hg.), Statt einer russischen Literaturgeschichte.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.10.2004
Rezensent Reinhard Lauer ist ebenso begeistert wie überzeugt von diesem Unternehmen, die russische Literatur komprimiert in sechs Bänden zu präsentieren. Herausgeberin Swetlana Geier wird für ihre glückliche Hand bei der Auswahl sehr gelobt. Statt der "Gattungsevidenz" sieht er der Auswahl als entscheidendes Kriterium den künstlerischen, thematischen und diskursiven Stellenwert der Werke in der russischen Literatur zugrunde liegen. So fließt für den Rezensenten durch die dialogisch miteinander verbundenen Texte und Bände der Edition ein dichter, kontinuierlicher Strom. Auch dem Essayband bescheinigt er diese Tugend, in der er "Markensteine der Selbstreflexion" der russischen Literatur versammelt sah.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.04.2004
Zwei Dinge hält Reinhard Lauer in seiner Mehrfachbesprechung von neuen mustergültigen Übersetzungen russischer Lyrik fest: Russische Gedichte sind erstens noch viel besser als russische Romane, zweitens leider schwer zu übertragen. An beidem gibt unser Rezensent dem "klanglichen Raffinement", der "rhythmischen Vielfalt" und dem "schier unerschöpflichen Wortreichtum des Russischen" die Schuld. Die Gedichte und Übersetzer in Ulrich Schmids Anthologie "Sternensalz" (aus der Reihe "Russland lesen") findet Lauer nichtsdestotrotz allesamt lesbar, aufschlussreich und gut ausgewählt. Zwar habe sich Schmid in seinem Ehrgeiz, die "besten Gedichten in den besten Übersetzungen" eine gewisse "Disparatheit" eingehandelt, aber tatsächlich werden "Vielgestalt und Gedankentiefe der russischen Poesie ahnbar".
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