Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Viele Veteraninnen der deutschen Frauenbewegung klagen über den Mangel an Nachwuchs. Oft halten sie junge Frauen für egoistisch, naiv oder unpolitisch. Die Autorinnen, beide selbst Angehörige der jüngeren Generation, widerlegen dieses bequeme Vorurteil. Sie meinen: Die alte Frauenbewegung hat es versäumt, ihre Ideologie den Verhältnissen der Gegenwart anzupassen. Die beiden Autorinnen fragen nach neuen Formen weiblichen Engagements und lassen in Reportagen, Interviews und Protokollen Schülerinnen, junge Mütter und berufstätige Frauen, eine D-Jane, ausländische Mädchen und junge Politikerinnen zu Wort kommen.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 13.10.1999
Hilal Sezgin bespricht recht flüssig und mit einigem Witz zwei Publikationen zur Lage der Frauen. Beide Bücher rechnen mit den Dogmen Frauenbewegung der 70er und 80er Jahre ab, die in der Sicht der Autorinnen von einer völlig verzerrten Weltsicht, Hysterie und Puritanismus gekennzeichnet war.
1) Elisabeth Fox-Genevese: " Ich bin keine Feministin, aber..."
Dass die amerikanische Historikerin Elisabeth Fox-Genevese in ihrem Buch gegen jeden Stachel löckt, kann Sezgin zwar würdigen, sie vermisst jedoch analytische Schärfe. Zudem, hält sie Fox-Geneveses kritische Reflexionen für recht unelegant verwoben mit Lebensberichten verschiedenster Frauen, die bisweilen auch noch ziemlich oberflächlich kommentiert würden.
2) Susanne Weingarten/Marianne Wellershoff: "Die widerspenstigen Töchter"
Die beiden Spiegel-Redakteurinnen Weingarten und Wellershoff dagegen zeigen sich in ihren Frauenporträts nach Sezgins Meinung zu sehr von der Spaß- und Do-it-Fraktion der Girlies beeindruckt. In ihrer vorsichtigen Rede von "Benachteiligung" und "verstecktem Sexismus", drücken sie sich dann um die Frage nach einem politische Zusammenhang herum, meint Sezgin.
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