Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Susanne Schumacher

Liebeswahn

Geliebt, verfolgt, gehetzt

Cover: Liebeswahn

vgs, Köln 2000
ISBN-10 3802514211
ISBN-13 9783802514210
Taschenbuch, 237 Seiten, 10,17 EUR

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Klappentext

Ob Steffi Graf, Brad Pitt, Madonna, Harald Schmidt, Claudia Schiffer, Thomas Gottschalk oder Sabine Christiansen - sie alle kennen Stalker, liebesbesessene Fans, die sie hartnäckiger verfolgen als Paparazzi. Doch was Prominenten widerfährt, kann auch jeden Durchschnittsbürger treffen: plötzlicher Telefonterror, haufenweise E-Mails, obszöne Briefe, skurrile Geschenke, das Verbreiten bösartiger Gerüchte, Auflauern vor der Wohnung, am Arbeitsplatz, überall. Die oftmals gnadenlose Verfolgung dauert Monate, Jahre, manchmal ein Leben lang. Die Opfer berichten von Angstzuständen, von zerstörten Partnerschaften und Familien. Manche denken gar an Selbstmord. Doch Polizei und Justiz sind machtlos, die Täter sind kaum zu fassen. Dieses Buch schildert zahlreiche authentische Fälle und beantwortet Fragen wie: · Was ist eigentlich Stalking? · Wer hilft den Opfern? · Wie kann man sich selbst helfen? Psychologen beleuchten den Geisteszustand der Täter und das Leid der Opfer, Kriminalbeamte geben Rat, Juristen beschreiben die rechtliche Lage.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.09.2000

Eigentlich geht es ja gerade nicht um Liebe, meint Roswitha Budeus-Budde, und zitiert dazu auch die Autorin dieses populär-wissenschaftlichen Buches: `Stalking ist kein Verbrechen aus Liebe oder Begehren. Im Gegenteil, es geht um Aufmerksamkeit, Kontrolle und Macht.` Dabei reichen die hier als Reportagen präsentierten Fallbeschreibungen von Expartnern bis zu den seelisch Kranken, die Madonna, Steffi Graf oder Harald Schmidt mit ihrer Obsession terrorisieren. Die Autorin geht zudem auf die juristische Lage ein und gibt praktische Tipps für den Schutz gegen Stalking. Ihrer Schlussfolgerung, dass diese Art der Verbrechen zur "Volkskrankheit" werden kann, da so viele Menschen "unter einem Mangel an emotionaler Zuwendung im Elternhaus leiden", kann sich die Rezensentin allerdings nicht anschließen.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren