Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Susanne Krasmann

Die Kriminalität der Gesellschaft

Zur Gouvernementalität der Gegenwart

Cover: Die Kriminalität der Gesellschaft

UVK Universitätsverlag Konstanz, Konstanz 2003
ISBN-10 3896697277
ISBN-13 9783896697271
Kartoniert, 392 Seiten, 39,00 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Anknüpfend an Michel Foucaults Begriff der Gouvernementalität untersucht die Autorin, wie sich Formen der Menschenführung mit den Konzepten von Staat und Gesellschaft verändern. Denn so, wie sich gegenwärtig das Verhältnis von Staat, Ökonomie und Sozialem entlang gesellschaftlicher Kräfteverhältnisse neu formiert, werden auch die Adressaten des Regierens neu konfiguriert.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.01.2004

Gerd Roellecke findet, dass diese kritische Studie von Susanne Krasman es sich zu einfach macht. Es geht Susanne Krassmann, wie der Rezensent es zusammenfasst, um die Frage "Warum straft der Staat überhaupt und warum nehmen die Leute das hin?" Krasmanns Antwort, "Gouvernementalität", ist für Roellecke, "genaugenommen", ein "Kalauer", was man aber nicht sagen dürfe, weil der "bedeutende französische Philosoph Michel Foucault" das Wort "erfunden und möglicherweise ernst gemeint hat". Jedenfalls laute Krasmanns Antwort im Anschluss an Foucault also, dass die Leute das Strafrecht hinnehmen, "weil die Regierung die Notwendigkeit des Strafens in ihr Gehirn eingegraben hat", wie der Rezensent Krasmanns These fasst. Natürlich solle "Strafen Macht stabilisieren", und die Idee der Prävention würde in der Tat, wie Krasmann argumentiert, ein Beurteilungsschema hervorbringen, das den damit Wahrgenommenen, den Kriminellen erst produziere, tatsächlich also sei "Kriminalität möglicherweise keine" und "lebt unsere Gesellschaft in der Tat im Falschen", aber "sie lebt", wendet der Rezensent ein, und fragt: "Wo ist die Alternative?"

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

Mehr Bücher aus dem Themengebiet

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren