Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Susanne Fischer, Bernd Rauschenbach (Hrsg.)
Arno Schmidts `Seelandschaft mit Pocahontas`
Zettel und andere Materialien. Eine Edition der Arno Schmidt Stiftung im Haffmans
Klappentext
In dem von Susanne Fischer und Bernd Rauschenbach herausgegebenen und von Friedrich Forssmann gestalteten Band wird erstmals ein kompletter Zettelkasten zu einem Werk Arno Schmidts veröffentlicht: rund 700 Zettel werden in Vierfarb-Faksimile und als Transkription wiedergegeben; dazu kommen Vierfarb-Faksimile und Transkription des kompletten Manuskripts, ca. 20 Schwarzweißfotos, Alice Schmidts Tagebuchaufzeichnungen der Reise sowie ein kurzes Vorwort und eine Chronologie.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 05.08.2000
Mit einer recht langen Reflexion darüber, wer von den Literaturgrößen der Fünfziger aus der Distanz heute noch anerkannt ist, beginnt Jörg Drews seine Besprechung. Nachdem er Böll und Frisch in die, wie er findet, ihnen angemessenen Deutschlesebüchern eingesargt hat, wendet er sich Arno Schmidt zu, dessen Entstehungsnotizen zu "Pocahontas" samt weiterem dokumentarischen Material hier vorgelegt wird. Was daraus selbst für Kenner höchst drastisch hervorscheint, ist der "Glanz eines Textes" und das "Elend seiner Entstehung", findet Drews. Zum einen ist da das "wunderbare Rätsel", wie aus Zetteln ein Text wird "aus einem Zug und Guss". Zum anderen eine Dokumentation der misslicheren Art: nicht nur die Witwe des Schriftstellers gibt hier -"solidarisch wie hemmungslos und flink plappernd" - Auskunft über die Entstehungszeit (1953/54). Auch Verleger- und Lektorenpost wird ausgebreitet; und man erhält Kenntnis von "Wutausbrüchen unsäglicher Art" bei Schmidt, der "nicht nur ungeduldig und jähzornig sondern auch weinerlich" war, wenn sein Manuskript wieder einmal zurückgeschickt wurde. Und am Ende fragt Drews, auf seinen Anfang zurückkommend: "Aber wer verlangt von einem großen Autor schon menschliche Größe?"
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.05.2000
Am Anfang hat man den Eindruck, Rezensent Thomas Wirtz will sich über Arno Schmidt lustig machen. So fein ziseliert parodiert er dessen Stil und skizziert die Schrulligkeiten Schmidts und seines angetrauten "Leidwesens" Alice. Jene Alice wird aber dann völlig überraschend zum Auslöser einer kleinen Hymne. Nur ein großer Mann könne "aus einem fast Nichtgeschehen solch sprühende Erzählung" schreiben, zitiert Wirtz die Tagebuchschreiberin, um ihr schleunigst beizupflichten und noch mal kurz die Verwandlung der Natur in schmidtsche Wortlandschaften nachzuzeichnen. Die Herausgeber lobt er für ein Buch "wie es sich schöner nicht tagträumen läßt". 638 Notizzettel würden ebenso farbig faksimiliert wie Schmidts erstes Typoskript.. Ganz besonders hingerissen ist er von den abgedruckten Passagen aus dem Tagebuch der Alice Schmidt, "weil es so lebensfrisch und schnörkellos daherkommt" und dann selbst "kopfüber hineinspringt" in die Literatur.
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Theodor W. Adorno: Philosophie und Soziologie (1960)
Herausgegeben von Dirk Braunstein. Die Vorlesung über "Philosophie und Soziologie" aus dem Sommersemester ...
Archiv: Bücherschauen
Krisen des modernen Ichs
26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert
Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3
07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen
Goncalo M. Tavares: Die Versehrten
19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen
Laszlo Vegel: Sühne
12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen







