Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Pola Wolf hat überlebt: Gefängnis, Krieg, ihre eigene, zerstörerische Leidenschaft. Ohne Geständnis, scheinbar ohne Motiv ist die junge Lehrerin knapp vor dem Anschluss wegen versuchten Giftmordes verurteilt worden. 1945, im zerstörten Nachkriegs-Wien, fügen sich die Scherben der Vergangenheit zusammen: Was steckt wirklich hinter ihrem vermeintlichen Mordversuch an der Familie ihres Schuldirektors? Welche Rolle spielt der magisch-esoterische Geheimzirkel mit seinen bizarren sexuellen Ritualen, dem die überzeugten Nationalsozialisten hinter der bürgerlichen Fassade angehörten? Ist das angesichts von millionenfachem Leid und Tod überhaupt noch von Belang? Doch die Blume des Bösen gedeiht auch inmitten der Trümmer.
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 21.10.2010
Höchst spannend und empfehlenswert findet Tobias Gohlis diesen Krimi von Susanne Ayoub, dessen "geheimnisvoll-raunender" Titel seinen Informationen zufolge der wissenschaftliche Name für das hallizogene Wundermittel, die Pflanze "Alraune" ist. Dabei müsse das Buch eigentlich dank seiner Ingredienzen Adel, Gift, Nazis und Sexorgien nah an der Kitschgrenze navigieren. Tue es aber nicht. Auch sei die Geschichte, so Gohlis, von einer wahren Figur aus dem Wien der Zwanziger Jahre inspiriert, einer jungen Lehrerin, die aus "Liebesverwirrung" zunächst zur Giftmischerin geworden sei, über ihre Haft eine Reportage schrieb und schließlich als Widerstandskämpferin im KZ gelandet sei. Die Autorin schaffe mittels ihrer Protagonistin, die sie das Geschehen mit vielen Auslassungen schildern lasse, "Spannung durch Verunsicherung" und versetze die Leser gekonnt in Zonen des Mulmigen und Unbeherrschbaren.
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