Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Suraiya Faroqhi

Geschichte des Osmanischen Reiches

Cover: Geschichte des Osmanischen Reiches

C. H. Beck Verlag, München 2000
ISBN-10 3406460216
ISBN-13 9783406460210
Paperback, 127 Seiten, 7,90 EUR

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Klappentext

Suraiya Faroqhi schildert knapp und kenntnisreich und lebendig die Geschichte eines der mächtigsten Reiche des späten Mittelalters und der Neuzeit, das noch zu Ende des 19. Jahrhunderts das gesamte Gebiet der heutigen Staaten Türkei, Irak, Syrien, Libanon, Israel sowie Teile Griechenlands umfasste. Die Darstellung folgt der Chronologie der politischen Geschichte vom 14. Jahrhundert bis zur Auflösung des Reiches nach dem Ersten Weltkrieg und bezieht dabei die Geschichte von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur überall gleichwertig ein.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Geschichte des Osmanischen Reiches - Leseprobe bei C.H. Beck!

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 03.05.2000

In seiner kenntnisreichen und gut verständlichen Rezension lobt Stefan Weidner den kleinen Band als "unabdingbares Korrektiv" für die bisher erschienen Bücher über das Osmanische Reich. Sein Bedauern über die "Knappheit" kann nur als Ermunterung für die Autorin verstanden werden, gleich eine ausführlichere Darstellung in Angriff zu nehmen. Weidner gibt einen äußerst informativen Überblick über die bisherige Literatur, die er als veraltet empfindet. Als Beispiel nennt er die Zeit der "Weiberherrschaft" nach dem Tod Süleymans des Prächtigen (1566), als der Harem großen Einfluss auf die Staatsgeschäfte nahm. Noch Joseph Matuz` Beschreibung dieser Zeit in seinem 1985 erschienenen Standardwerk "Das Osmanische Reich. Grundlagen seiner Geschichte" hafte ein "unangenehmer Einschlag von Misogynie" an. Das es seitdem einen "Wandel in der Osmanistik" gegeben hat, macht Weidner an Leslie Pierces "bahnbrechender" Studie "The Imperial Harem" (1993) fest. Faroqhis Buch mache diesen Wandel jetzt auch einer nicht spezialisierten Leserschaft verständlich. Und überhaupt: In Zeiten der Balkankriege und kurz vor einem baldigen EU-Beitritt der Türkei verdient die Osmanistik, die Weidner als eine Art Dornröschenfach beschreibt, endlich mehr Aufmerksamkeit, fordert der Rezensent.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren