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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Sudabeh Mohafez

Gespräch in Meeresnähe

Roman

Cover: Gespräch in Meeresnähe

Arche Verlag, Hamburg 2005
ISBN-10 3716023469
ISBN-13 9783716023464
Gebunden, 288 Seiten, 19,90 EUR

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Klappentext

Mit großer poetischer Kraft erzählt Sudabeh Mohafez in ihrem ersten Roman von dem Versuch, ohne Worte mitzuteilen, was eigentlich unaussprechlich ist. Eine den Atem raubende Geschichte, geflochten wie ein Zopf. Ein neuer Ton in der zeitgenössischen Prosa.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.02.2006

Christina Maria Berr kann diesem Roman der deutsch-iranischen Autorin Sudabeh Mohafez rein gar nichts abgewinnen. Der Roman ist ein Frauenroman, der über vier Generationen von gequälten und geschundenen Frauen erzählt, teilt die Rezensentin mit. Sie findet, dass das Geschehen "unwahrscheinlich" und die Wirkung vor allem dadurch untergraben werde, dass die Autorin in hochdramatischer Sprache "Leid an Leid" reiht. Zudem geht es Berr auf die Nerven, dass die Protagonisten unentwegt "in sich hinein horchen" und sich in "hypochondrischer" Selbstbeobachtung verlieren. Offenbar rühren in dieser Häufung die geschilderten Frauenschicksale die Rezensentin keinen Deut, und sie wirkt eher enerviert von den "klischeehaften Symbolen", die die Autorin bemüht oder von der gewollt kunstreichen Sprache, die "bisweilen verunglückt", wie die Rezensentin moniert. Wenn Mohafez dann auch noch das Mittel der "Auslassung" ständig überstrapaziert, um mit dunklen Geheimnissen Spannung zu erzeugen, dann ist Berr am Ende richtig "froh", dass in diesem Roman nicht alles erzählt und manches ausgelassen wird.

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