Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Ganz Berlin liegt in den Armen der Mafia. Berlin ist eine Frau. Berlin hat eine Stimme. "Schnauze, jetzt rede ich!" Diese Stimme gehört Nina. Nina verbündet sich mit der Metropole, nimmt Witterung auf und Impressionen, gibt Straßenlärm und Sphärenmusik wieder, fügt sich übergangslos in das tausendfältige Stadtbild ein. Nina verliebt sich. Sie verschmilzt mit Thanh, Zigarettenschwarzhändler aus Vietnam. Thanh tarnt sich, ein urbaner Raubritter von flüchtiger Gestalt. Nina lässt sich buchstäblich auf ein Spiel mit dem Feuer ein. Sie vereint sich mit Thanhs Auftraggeber, dem mythischen Ninja, Verkörperung des Bösen in profanen Zeiten. Die vollkommene Entgrenzung kann beginnen ... Nina träumt. Auf die Gefahr hin, schweißgebadet aufzuwachen.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.01.2001
Das Rezensentenresümee irritiert: Nur selten könne man ein Buch so gut zwei mal lesen - ohne sich zu langweilen - wie dieses, meint Burkhard Scherer. Hm, ist das Ganze denn so verwirrend, das man es zwei Mal lesen muss? Die Geschichte nämlich, die uns Scherer erzählt, klingt einigermaßen chaotisch. Aber das muss gerade das Gute an ihr sein. Jedenfalls ist Scherer ziemlich begeistert und fabuliert mit sichtlichem Genuss über all die schrägen Details. Über Heldin Nina zum Beispiel und ihr kompliziertes "Bermuda-Dreiecksverhältnis" zum vietnamesischen Straßenverkäufer Thranh und der Züchtung Nin?ja!. Besonders angetan haben es dem Rezensenten die Wortneuschöpfungen und -kombinationen, die Maus offenbar nur so aus dem Handgelenk schüttelt. Der Rezensent, daran besteht kein Zweifel, hat sich prächtig unterhalten.
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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 15.09.2000
Brigitte Werneburg ist der Roman irgendwie sympathisch: nach jedem Kritikpunkt flicht sie ein Lob ein. So missfällt ihr der erzählerische overkill, nachdem das Böse in die Handlung eingestiegen ist, weil die "Ruhepausen" wegfallen, die Maus mit seinem "Talent für Bilder" gefüllt hat. Auch wenn in dem Roman mit Slogans und Slangs "geklotzt" wird, gibt es doch "immerhin einen Moment", in dem sich "Entsetzen" einstellt. Werneburg macht als Vorbild des Autors den Schriftsteller Walter Serner aus, was sie keineswegs übel nimmt. Alles in allem würde sie lieber dieses Buch kaufen, als das Geld für "einen amerikanischen Kinoabend im Mainstreamformat" hinzublättern.
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