Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Stephan Maus

Alles Mafia!

Eine Gangsta Rhapsodie

Cover: Alles Mafia!

Rowohlt Verlag, Berlin 2000
ISBN-10 3871344192
ISBN-13 9783871344190
Gebunden, 145 Seiten, 15,24 EUR

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Klappentext

Ganz Berlin liegt in den Armen der Mafia. Berlin ist eine Frau. Berlin hat eine Stimme. "Schnauze, jetzt rede ich!" Diese Stimme gehört Nina. Nina verbündet sich mit der Metropole, nimmt Witterung auf und Impressionen, gibt Straßenlärm und Sphärenmusik wieder, fügt sich übergangslos in das tausendfältige Stadtbild ein. Nina verliebt sich. Sie verschmilzt mit Thanh, Zigarettenschwarzhändler aus Vietnam. Thanh tarnt sich, ein urbaner Raubritter von flüchtiger Gestalt. Nina lässt sich buchstäblich auf ein Spiel mit dem Feuer ein. Sie vereint sich mit Thanhs Auftraggeber, dem mythischen Ninja, Verkörperung des Bösen in profanen Zeiten. Die vollkommene Entgrenzung kann beginnen ... Nina träumt. Auf die Gefahr hin, schweißgebadet aufzuwachen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.01.2001

Das Rezensentenresümee irritiert: Nur selten könne man ein Buch so gut zwei mal lesen - ohne sich zu langweilen - wie dieses, meint Burkhard Scherer. Hm, ist das Ganze denn so verwirrend, das man es zwei Mal lesen muss? Die Geschichte nämlich, die uns Scherer erzählt, klingt einigermaßen chaotisch. Aber das muss gerade das Gute an ihr sein. Jedenfalls ist Scherer ziemlich begeistert und fabuliert mit sichtlichem Genuss über all die schrägen Details. Über Heldin Nina zum Beispiel und ihr kompliziertes "Bermuda-Dreiecksverhältnis" zum vietnamesischen Straßenverkäufer Thranh und der Züchtung Nin?ja!. Besonders angetan haben es dem Rezensenten die Wortneuschöpfungen und -kombinationen, die Maus offenbar nur so aus dem Handgelenk schüttelt. Der Rezensent, daran besteht kein Zweifel, hat sich prächtig unterhalten.

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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 15.09.2000

Brigitte Werneburg ist der Roman irgendwie sympathisch: nach jedem Kritikpunkt flicht sie ein Lob ein. So missfällt ihr der erzählerische overkill, nachdem das Böse in die Handlung eingestiegen ist, weil die "Ruhepausen" wegfallen, die Maus mit seinem "Talent für Bilder" gefüllt hat. Auch wenn in dem Roman mit Slogans und Slangs "geklotzt" wird, gibt es doch "immerhin einen Moment", in dem sich "Entsetzen" einstellt. Werneburg macht als Vorbild des Autors den Schriftsteller Walter Serner aus, was sie keineswegs übel nimmt. Alles in allem würde sie lieber dieses Buch kaufen, als das Geld für "einen amerikanischen Kinoabend im Mainstreamformat" hinzublättern.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren