Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Steffen Kaudelka

Rezeption im Zeitalter der Konfrontation

Französische Geschichtswissenschaft und Geschichte in Deutschland 1920-1940

Cover: Rezeption im Zeitalter der Konfrontation

Vandenhoeck und Ruprecht Verlag, Göttingen 2003
ISBN-10 3525351844
ISBN-13 9783525351840
Gebunden, 544 Seiten, 59,00 EUR

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Klappentext

Wie haben deutsche Historiker zwischen dem Ende des Ersten und dem Beginn des Zweiten Weltkriegs die französische Geschichtswissenschaft aufgenommen und bewertet? Dieser Frage geht S. Kaudelka in dieser Untersuchung nach, die zugleich deutsche Forschungen zur Geschichte des Nachbarlands in der Zwischenkriegszeit thematisiert. Trotz unterschiedlicher nationaler Historikerkulturen lässt sich das Beziehungsspektrum nicht auf ein einfaches Gegensatzdenken reduzieren. In der spannungsreichen Beschäftigung mit der Geschichtswissenschaft des "Erbfeinds" lassen sich ebenso heimliche Faszination und produktiver Dialog feststellen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 22.08.2003

Während die Geschichte der deutsch-französischen Beziehungen bestens erforscht ist, fristete die Geschichte der Geschichtswissenschaft bis vor kurzem eher ein Schattendasein, weiß Rezensent Christian Jostmann. Mit seiner Dissertation "Rezeption im Zeitalter der Konfrontation" positioniert sich Steffen Kaudelka nach Ansicht Jostmanns nun "nicht ungeschickt" an der "Schnittstelle von Tradition und Trend": in vier Fallstudien geht Kaudelka darin der Frage nach der Wahrnehmung der französischen Geschichte und Geschichtswissenschaft im Deutschen Reich von 1920 bis etwa 1940 nach. Nach einem Vergleich zweier Überblicksdarstellungen zur deutsch-französischen Beziehungsgeschichte untersucht Kaudelka die Rezeption Marc Blochs in Deutschland, um dann das Werk der Historikerin Hedwig Hintze zu rehabilitieren, berichtet Jostmann. Es ist das "vielleicht größte Verdienst" Kaudelkas, so Jostmann, dass er Historiker würdigt, die sich auch nach 1918 für die deutsch-französische Verständigung einsetzten, eben Außenseitern wie Heinrich Sproemberg und Hedwig Hintze. Insgesamt gelingt es Kaudelka, das Bild zweier antagonistischer Geschichtskulturen in Frankreich und im Deutschen Reich zu differenzieren, hält Jostmann fest.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren