Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Stanislav Zamecnik

Das war Dachau

Cover: Das war Dachau

Stiftung Comite international de Dachau, Luxemburg 2002
ISBN-10 2879969484
ISBN-13 9782879969480
Unbekannt, 453 Seiten, 19,00 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Das Buch kann man über die KZ-Gedenkstätte Dachau beziehen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 21.10.2002

Stanislav Zámecnik war Insasse des Lagers Dachau - und nach dem Krieg wurde ihm als Historiker Dachau auch zum wissenschaftlichen "Lebensthema". Diese Doppelung des Blicks - aus unmittelbarer Zeugenschaft zum einen, aus der Distanz des Wissenschaftlers - prägt diesen Band. Als Historiker verarbeitet Zámecnik, wie ihm die Rezensentin Sibylle Steinbacher bescheinigt, eine "Fülle von archivalischen Quellen und Erinnerungsberichten", wobei er sich stets auf der "Höhe der Forschung" bewegt. Die eigene Erinnerung fungiert - in klar abgesetzten Passagen - als "Korrektiv". Mit manchem Mythos - etwa der Rede von der "Häftlingsgemeinschaft" - räumt er dabei auf, die Beschreibung gewinnt, so Steinbacher, im Bericht "besondere Dichte". Dieser Band ist, wie die Rezensentin betont, eine "große wissenschaftliche Leistung", er wird auf absehbare Zeit das "Grundlagenwerk" zum Thema bleiben.

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 17.10.2002

Es war "höchste Zeit" für eine neue Monografie über das Konzentrationslager Dachau, meint Elisabeth Bauschmid, und zeigt sich mit dem vorliegenden Werk äußerst zufrieden. Gerade die Tatsache, dass Stanislav Zamecnik seine Position als Historiker mit eigenen Erfahrungen verbinden kann, die er als Jugendlicher im KZ Dachau gemacht hat, ist dem Erkenntnisgewinn eines solchen Werkes dienlich, lobt die Rezensentin. So kann er "die schmerzlich genaue Schilderung des Erlebten mit der Nüchternheit des Forschers" verbinden, was ihm Bauschmid zufolge gut gelungen ist. Zudem beziehe Zamecnik auch die wissenschaftliche Literatur mit ein, die nicht immer verlässlich sei. Wenn der Autor auch an einigen Stellen gegen das "Gebot der Leidenschaftslosigkeit" verstößt, hat er sich über die Nähe zu seinem Gegenstand doch gut hinwegsetzen können, so Bauschmid. Für die Rezensentin ist hier aber nicht so sehr die vergleichende Untersuchung von Detailfragen entscheidend. Das Verdienst dieser Monografie sei vor allen Dingen die "beklemmende Genauigkeit der Schilderung des Alltags" in Dachau, die für den Leser gut nachzufühlen sei.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

Mehr Bücher aus dem Themengebiet

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren