Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Herausgegeben und mit einem Nachwort von Ingolf Schulte. Der vorletzte Band der Soma Morgenstern-Edition enthält die im engeren Sinne literarischen Arbeiten. Er wird eröffnet mit den beiden frühesten erhaltenen Texten Morgensterns, seinen in den zwanziger Jahren entstandenen Dramen ER oder ER und Im Dunstkreis. Beide sind bisher unveröffentlicht und niemals aufgeführt worden. Die zweite und größte Abteilung des Bandes versammelt Morgensterns Feuilletons.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 07.04.2001
Dieser Band mit Feuilletons ist Teil 11 einer 1994 von Ingolf Schulte begonnenen und mit verschiedenen Werken fortgesetzten Publikationsreihe des Journalisten und Schriftstellers Soma Morgenstern. Der war in den Jahren 1927 bis 1934 Korrespondent der "Frankfurter Zeitung" in Wien und in dieser Funktion "ein sensibler und gleichzeitig genauer Verfasser von Momentaufnahmen" politischer sowie soziologischer Natur, findet der Rezensent mit dem Kürzel haj. Eine "wertvolle" Ergänzung für das "Gesamtbild Soma Morgensterns" nennt der Rezesent die Veröffentlichung und lobt auch die Ergänzungen des Herausgebers.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 20.01.2001
Hanno Zickgraf beschäftigt sich in seiner Rezension hauptsächlich mit den Feuilletons für die Frankfurter Zeitung, als deren Korrespondent Morgenstern von 1927 bis 1933 tätig war. Der in Wien lebende, aus dem ostgalizischen Budzanov stammende Autor habe zwar die Arbeit für die Zeitung lediglich als "Broterwerb" gesehen, doch zeichnen sich seine Artikel vor allem durch ihren "literarischen Überschuss" aus, der sie heute noch über ihren Stand als Zeitdokumente hinaus "interessant" macht, erklärt Zickgraf. Im Verlauf seiner Kritik vergleicht er Morgenstern mit Robert Walser (wegen seiner "Eleganz der Zurückhaltung"), Walter Benjamin (wegen seiner sich im komplexen Satzbau verbergenden "kryptischen Ironie") und Karl Kraus (wegen der ihm zu Gebote stehenden "sanften Wortgewalt") und schließlich gar mit Elfriede Jelinek (seines "sarkastischen Furors" wegen).
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