Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Sir Alfred Mehran Nasseri

Der Terminal Mann

15 Jahre als Staatenloser auf dem Pariser Flughafen

Cover: Der Terminal Mann

Ullstein Verlag, Berlin 2004
ISBN-10 3548367305
ISBN-13 9783548367309
Taschenbuch, 240 Seiten, 7,95 EUR

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Klappentext

Unter Mitarbeit von Andrew Donkin. Terminal 1 des Flughafens Charles de Gaulle in Paris: Täglich kommen über 200.000 Menschen an oder fliegen weg. Nur einer bleibt: Sir Alfred. Er lebt hier. Denn kein Land will ihn haben - ohne Pass. Im August 1988 reiste er nach London. Dort wurde er sofort nach Paris zurückgeschickt. Denn sein belgischer Flüchtlingsausweis war gestohlen worden. Auch Frankreich ließ ihn nicht einreisen. Brüssel schickte keine Originaldokumente: Er hätte sie persönlich abholen müssen. Doch die belgischen Behörden verweigerten ihm die Einreise. Seit 15 Jahren wartet Sir Alfred auf eine Identität. Er sitzt zwischen den Staaten.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 30.12.2004

Mit Steven Spielbergs Film hat Sir Alfred Mehranis Schilderung seines Lebens, das sich seit 16 Jahren gezwungenermaßen auf dem Pariser Flughafen abspielt, nur in Bezug auf die Ausgangslage etwas zu tun, stellt Nino Ketschagmadse gleich zu Beginn klar. Mehrani sei viel verschlossener und zurückhaltender als der Filmheld. "Ganz genau" zeichne er aber auf, was um ihn herum geschieht. So erscheinen seine Memoiren als Tagebuch, zwar ohne Chronologie, aber dafür immer wieder unterbrochen durch mit Uhrzeiten versehene Kurzeinträge. Mehranis Bericht über seine Odyssee auf der Suche nach Asyl ist nicht nur "ergreifende Schilderung eines Einzelschicksals", meint die Rezensentin, sondern wird durch den komplett beigefügten Briefwechsel mit den Behörden zwecks Pass- und Asylangelegenheiten zu einem "unvergleichbar aberwitzigen Dokument grenzübergreifenden Schreibtischtätertums".

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