Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Shin Nakagawa

Kyoto - Klänge des Kosmos

Cover: Kyoto - Klänge des Kosmos

Merve Verlag, Berlin 2000
ISBN-10 3883961604
ISBN-13 9783883961606
Taschenbuch, 155 Seiten, 12,27 EUR

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Klappentext

Aus dem Japanischen von Sabine Mangold und Nanae Suzuki. Nakagawa beschreibt eine Klangtopografie, in der die Geschichte und Einzigartigkeit der Stadt Kyoto, des ehemaligen Kaisersitzes, den Lesern vor Augen geführt wird. Dabei werden die bislang in Europa eher unbekannten Klänge Japans hörbar: die vom verfeinerten Gehör der Adligen vor 1000 Jahren gehörten Naturklänge, das nach den Himmelsrichtungen kunstvoll bestimmte Klangsystem der Tempelglocken bis hin zum berauschenden Rhythmus der aufkommenden unteren Gesellschaftsschicht. Die Klangreise Japans führt weiter durch die Welt der Teezeremonie im Mittelalter hin zum traditionsreichen Ensemble des Kyoto-Gion-Festivals von heute.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 19.08.2000

Das eine steht fest: Rezensent Fritz Göttler ist begeistert von diesem "verzaubernden", von diesem "exotischen Ganzkörperbuch". Leider aber hindert ihn sein Entzücken an einer einigermaßen kohärenten Wiedergabe des Inhalts. Die Welt ist Klang, darum scheint es zu gehen und deshalb um dieses und um jenes Phänomen: etwa die Tempelglocken von Kyoto, um die Zahl fünf, um den Teemeister Rikyu, um Bali. Angetan ist Göttler von den "schönsten Digressionen", von der Sprache des Autors, der "die Worte ihrer Sinnlichkeit, weniger ihres Sinnes wegen wählt". Gar nicht angetan ist er von der Tatsache, dass das Buch nur unvollständig übersetzt wurde und überrascht davon, dass es während eines Forschungsaufenthaltes in Berlin geschrieben worden ist.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.08.2000

Steffen Gnam bringt in seiner kurzen Kritik so viele Informationen und Anspielungen über Kyoto, klassische japanische Literatur und Ästhetik unter, dass dem Laien der Kopf schwirrt. Aber neugierig macht die Besprechung schon. So viel wird immerhin verständlich: Nakagawa deutet Kyoto als "akustisches Kunstwerk". Dazu beschreibt er quer durch die Jahrhunderte eilend, die Bedeutung akustischer Signale wie das Klappern der Räucherstäbchen oder den "Klangraum" von Kriegstrommeln. Selbst die architektonische Anlage Kyotos, die aus dem Jahre 794 stammt, war offenbar gleichzeitig ein auf die Tempelglocken ausgerichtetes "Klangprojekt". Gnam findet die Studie feinsinnig und bedauert ausdrücklich, dass sie für die deutsche Ausgabe "um einige Kapitel gekürzt" wurde.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren