Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Shashi Tharoor

Indien

Zwischen Mythos und Moderne

Cover: Indien

Insel Verlag, Frankfurt am Main - Leipzig 2000
ISBN-10 3458170170
ISBN-13 9783458170174
Gebunden, 431 Seiten, 27,61 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Aus dem Englischen von Max Looser. Wie ist zu erklären, dass ein Land, in dem vier von fünf Indern ihren Lebensunterhalt mühselig dem Erdboden abringen müssen, eine größere Menge von raffinierter Software für Computerhersteller entwickelt als jedes andere Land auf der Welt? Wie läßt sich eine Zivilisation schildern, die die Geburtsstätte von vier großen Religionen, von einem Dutzend verschiedener Traditionen des klassischen Tanzes, von fünfundachtzig politischen Parteien und von dreihundert Arten der Kartoffelzubereitung ist? Shashi Tharoors Buch ist das faszinierende Porträt eines der interessantesten Länder der Welt, seiner Politik, seiner Mentalität, seines kulturellen Reichtums.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 13.09.2000

Claudia Wenner zeigt sich äußerst angetan von diesem Band und listet so viele Vorzüge des Buchs in ihrer Rezension auf, dass sie hier nur teilweise wiedergegeben werden können. Besonders auffallend findet Wenner, dass der Autor immer wieder auf den Pluralismus in Indien hinweist und deutlich macht, dass es in "Indien eigentlich nur Minderheiten gibt": Durch die zahlreichen Sprachen, Kulturen, Religionen (selbst der Hinduismus ist in viele Facetten aufgespalten) ist die Identität eines Inders also durch eine Vielfalt verschiedener "Grundbausteine" geprägt. Wenner lobt besonders die "Anschaulichkeit und Lebendigkeit" des Bandes und Tharoors hervorragende Recherche. Seine Ausführungen über das Kastenwesen findet Wenner sogar aufschlussreicher als so manche "soziologische Studie". Bedauern äußert sie jedoch darüber, dass in der deutschen Ausgabe dieses Buchs zwei Kapitel fehlen, dafür aber ein ausführlicher, jedoch wenig hilfreicher Anmerkungsapparat sowie eine "willkürlich zusammengestellte Bibliografie" angefügt ist. Die Übersetzung findet Wenner - bis auf Kleinigkeiten - in Ordnung. Insgesamt lobt sie das Buch als eine "der besten zurzeit erhältlichen Einführungen in das moderne Indien."

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.06.2000

Richtig erleichtert zeigt sich der Rezensent mit dem Kürzel "str." in seiner kurzen Besprechung über die "Nüchternheit", mit der der Autor Indien beschreibe. Der Diplomat und Schriftsteller, der den Großteil seines Lebens außerhalb von Indien zugebracht hat, habe die nötige Distanz, um das Land für "Nicht-Inder verständlich" zu schildern, ohne ins Anekdotische oder Mystische zu verfallen. Der Rezensent lobt die sachliche Herangehensweise des Autors, der Fakten und Statistiken auswerte, statt zu "deuten und zu schwärmen" und begrüßt das Buch als "informatives Porträt" Indiens.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

Mehr Bücher aus dem Themengebiet

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren