Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Sarban

Hörnerschall

Roman

Cover: Hörnerschall

Festa Verlag, Altenkirchen 2003
ISBN-10 3935822502
ISBN-13 9783935822503
Kartoniert, 172 Seiten, 13,95 EUR

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Klappentext

Aus dem Englischen von Andreas Diesel. The Sound of His Horn ist ein außergewöhnlicher Roman gegen den Nationalsozialismus, der ohne historische Reminiszenzen, ohne Predigten und ohne erhobenen Zeigefinger auskommt. Der Autor versetzt seinen Protagonisten in eine Alternativwelt, in der die Nationalsozialisten seit langer Zeit herrschen, und diese Welt ist ein Albtraum - jedenfalls für einen, der nicht zur herrschenden Klasse gehört oder einen Fehltritt begeht, der ihn vom Herrschenden zum Sklaven degradiert...

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.10.2003

Was wäre, wenn Hitler gesiegt hätte? Joachim Kalka lässt ein paar Autoren Revue passieren, die diesen Gedanken verarbeitet haben - Robert Harris, Philip K. Dick und andere - und stellt einen weiteren vor, dessen 1962 verfasste "Nazi-Dystopie" jetzt erstmals auf Deutsch vorliegt: Sarban, hinter dem sich der Diplomat John William Wall verbarg. In dessen "merkwürdigem, mit seinem verhalten-eindringlichen Stil durchaus faszinierendem" Buch wird ein Mann aus dem Jahr 1943 ins "einhundertzweite Jahr des ersten deutschen Jahrtausends" katapultiert und landet im Anwesen eines Grafen Hans von Hackelnberg, einer "Verkörperung des Wilden Jägers", in dessen Revier - einer Art "Event-Jagdpark" - Reichsbeamte Jagd auf genetisch veränderte Menschen machen für Nazis. Ein Zeugnis der Angst vor der Barbarei, in dem "das spezifische Ineinander von Grausamkeit und Vergnüglichkeit" herausgehoben werde, das dem Nationalsozialismus zu eigen war - diese Betonung des Vergnügungsaspektes sei "überraschend aktuell", schreibt Kalka.

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