Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Sarah Kirsch
Sarah Kirsch. Werke in fünf Bänden
Klappentext
Sarah Kirsch, die mit ihrem Werk Epoche gemacht hat, gilt als die bedeutendste lebende Lyrikerin deutscher Sprache. Eine Art innere Zusammengehörigkeit ist das besondere Kennzeichen all ihrer Bücher, die, wie sie selbst sagt, "eigentlich immer aus zwei Teilen bestehen: Aus einem, der noch zum letzten und einem Teil, der schon zum nächsten gehört". In diesem Sinne versteht sich auch diese erste Werkausgabe, die, nach Gattungen getrennt, chronologisch gegliedert ist. Die Ausgabe enthält alle Werke von Sarah Kirsch, die im Verlag Langewiesche-Brandt, in der Deutschen Verlags-Anstalt, im Manesse Verlag und im Steidl Verlag veröffentlicht wurden ? sie entstand zum 65. Geburtstag der Dichterin (16. April 2000). 2000 sind die fünf Bände auch als Taschenbuchkassette bei dtv erschienen (ISBN 3423590416, 78,00 DM).
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 15.04.2000
In einer sehr ausführlichen Rezension gibt Heinz Ludwig Arnold einen Überblick über Kirschs schriftstellerisches Werk mit all seinen Phasen und Entwicklungen. Auffallend an der vorliegenden Ausgabe findet er vor allem das Fehlen ihrer wichtigsten, noch in der DDR erschienenen Texte. Arnold sieht darin einen Ausdruck immer noch lebendiger Aversionen der Autorin diesem Staat gegenüber. Sein Hauptaugenmerk richtet der Rezensent jedoch auf die bereits im Westen entstandenen Prosatexte "La Pagerie" und "Irrstern", die in Stimmung und Sprache seiner Ansicht nach stark kontrastieren. Bei "Irrstern" macht er eine deutliche Tendenz zum Blick nach innen aus. Weg von Gegenständen, hin zu einer Welt "wie im Traum mit seiner ganz eigenen Grammatik" und zu an Polyphonie erinnernden Überlappungen. Insgesamt zeige sich bei einem Blick auf das Gesamtwerk Sarah Kirschs eine zunehmende Tendenz zum Autobiografischen, die sogar bis zur "Tagebuchform" geht, wobei Arnold - zu seinem Bedauern - ein deutliches Nachlassen ihrer poetischen Kraft und eine ins Triviale tendierende Sprache diagnostiziert.
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