Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Sandra Richter

Lob des Optimismus

Geschichte einer Lebenskunst

Cover: Lob des Optimismus

C. H. Beck Verlag, München 2009
ISBN-10 3406591140
ISBN-13 9783406591143
Kartoniert, 176 Seiten, 11,95 EUR

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Klappentext

Wo immer der Optimismus auftritt, folgt ihm der Pessimismus mit seinen beißenden Einwänden auf dem Fuß. Der Pessimist gilt als freudlos, aber glaubwürdig, der Optimist als verträumt und verführt von einem falschen Glück. Wie also kann man heute noch optimistisch sein? Sandra Richter erzählt in ihrem Buch, wie Leibniz den philosophischen Optimismus erfand, wie Voltaire ihm schon bald heftig widersprach und wie der Optimismus im Laufe der Jahrhunderte durch die Kritik an ihm erwachsen wurde. Denn erst der Streit mit Skeptikern und Pessimisten hat ihn eigentlich tragfähig gemacht. So erneuert das Buch schließlich den Optimismus als eine verantwortungsvolle Kunst des Lebens, die sogar seinen Gegnern gefallen könnte.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Sandra Richter: Lob des Optimismus - Leseprobe beim Verlag C.H. Beck

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 11.12.2009

Ganz so einfach ist es dann doch nicht mit dem Optimismus, meint Thomas Steinfeld etwas säuerlich. Die fröhliche Wissenschaft der Sandra Richter ist für ihn jedenfalls kein Grund optimistisch zu sein. Im Gegenteil erkennt Steinfeld in der voraussetzunglosen Belobigung optimistischer Lebensführung als Lebenskunst und in Richters kursorischer wie auch sonst eher schlichter Abhandlung von 2000 Jahren Geistesgeschichte, von "Optimisten" von Bergson bis Wieland geradezu Geistfeindlichkeit. Beschwörung ja, wirkliche Erfassung des Wesens des Optimismus, nein, kritisiert Steinfeld die Autorin. Dazu bräuchte es weit mehr Gespür für die Abgründe, mit denen sich der Optimist konfrontiert sieht, glaubt er.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 26.11.2009

Sehr anregend findet Rezensent Ulrich Greiner dieses Brevier der Philologin Sandra Richter über den Optimismus, dessen heilsamste Wirkung sie mit der Stabilisierung des "mentalen Ökosystems" beschreibt. Gelernt hat Greiner dann von seiner Enstehung im 18. Jahrhundert bei Leipniz und Wieland, seiner anthropologischen Ausformung bei Shaftesbury und Rousseau und schließlich seiner teleologischen Deutung durch Hegel und Darwin. Auch Richters Befund, dass er hierzulande von einem beklagenswerten Mangel an positiver Rhetorik zusätzlich geschwächt wird, kann Greiner nur unterschreiben und fordert mit der Autorin eine Wiederbelebung von Hymnen und Preisgesängen.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren