Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Sandra Petrignani

Die Irrfahrten der Circe

Roman

Cover: Die Irrfahrten der Circe

Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2000
ISBN-10 3608934685
ISBN-13 9783608934687
Gebunden, 153 Seiten, 16,36 EUR

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Klappentext

Aus dem Italienischen von Renate Nentwig. Weißer Strand, blaues Meer. In einer Fischerhütte haust Circe, von der die Leute sagen, sie sei eine Hexe. Oft kommen Pilger in die Gegend, um einen vorsichtigen Blick auf sie zu erhaschen. Circe hat ein Geheimnis, das niemand kennt. Nur ihre Liebhaber, die sie betört. Und die sie dann eines Morgens tiefer in die Hütte hineinführt, wo sie die Tür eines großen Käfigs öffnet. »Er ging ohne Widerstand zu leisten hinein. Und mit einem Gefühl von Trauer und Schmerz, das mich in diesem Augenblick immer befällt, schloß ich hinter ihm ab.« Nun hat sie, was sie liebt, auf immer für sich. Einzig Odysseus, ebenso freiheitsliebend wie Circe selbst, der auf seinen Irrfahrten vor ihrer Hütte strandet, entzieht sich. Vergeblich wartet sie auf seine Rückkehr, sucht ihn. Und als sie ihn findet, macht sie eine verstörende Entdeckung.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 14.10.2000

Eine heutige Circe und ein ebenso heutiger Odysseus, die sich auf der Insel Aiaia in "ebenso flotter wie makabrer Parodie auf den Geschlechterkampf" einander hingeben und bekämpfen, sind, so Ute Stempel, die gar nicht so souveränen Helden dieses Romans. Circe versteht sich zudem als Schriftstellerin, aber im Scheitern der "vernünftigen Worte", mit denen sie ihre Erlebnisse zu ordnen versucht, zeigt sich, so Ute Stempel, ihre "fragwürdige Freiheit", mit der sie die Männer gewohnheitsmäßig fängt. Ein "hintersinnig kluges Buch", gar ein "kleines Meisterwerk anspruchsvoller Unterhaltung", urteilt die Rezensentin, moniert jedoch an der deutschen Übersetzung ihre oft "allzu wörtlichen" Übertragungen.

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