Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Aus dem Ungarischen von Artur Saternus. Sandor Marais schildert sein Amerika mit dem Blick eines europäischen Exilschriftstellers. Er ahnte die Entwicklung voraus, die Amerika und seine Städte in den folgenden Jahrzehnten durchleben würden.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.06.2001
Dies Amerika-Reisebuch steht nach Ansicht von Rezensent Gerhard Schulz "beträchtlich" hinter Marais Tagebüchern zurück. Denn wenig sei hier über "Reisegefährten, Umstände und Absichten" zu erfahren. Auch blieben, rügt Schulz, "die Wertvorstellungen des bekennenden Europäers" Maßstab der Weltbetrachtung. Viele Betrachtungen fand er gar "stereotyp". Doch manche Passagen haben den Rezensenten dann doch tiefer berührt, und Schulz kommt zum Ergebnis, dass die "Melancholie des Fremdgebliebenen" am deutlichsten aus dem Beiläufigen spreche. Die impressionistischen Bruchstücke, die der Rezensent aus dem Buch zitiert, spiegeln ein bis in seine Metropolen provinziell gebliebenes Amerika wieder. Aber auch die traurigen Augen seines Betrachters.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 14.09.2000
In einer sehr umfangreichen Sammelbesprechung rezensiert Klaus Harpprecht mehrere Bücher von Sandor Marai. Dabei informiert der Rezensent nicht nur ausführlich über das Leben des Dichters, sondern bringt auch mehrfach sein Bedauern, ja Entsetzen darüber zum Ausdruck, dass Marai - den er in mancher Hinsicht mit Joseph Roth, Stefan Zweig, Robert Musil und anderen in eine Reihe stellt - so lange Zeit fast völlig in Vergessenheit geraten ist. "Wo hatten wir unsere Augen, wo unsere Ohren?", fragt Harpprecht, der sich von der Neuentdeckung von Marais Werken begeistert zeigt. Von allen Büchern Marais scheint Harpprecht diesem Band am wenigsten abgewinnen zu können. Hier handelt es sich um amerikanische Reiseberichte, die bereits 1964 erschienen sind. Der Rezensent lobt zwar die "lebhaften, manchmal bewegenden Beobachtungen und Begegnungen". Allerdings erreichen sie seiner Ansicht nach nicht den "literarischen Rang" von Marais Erinnerungen oder Romanen.
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