Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Sandor Marai

Der Wind kommt vom Westen

Amerikanische Reisebilder

Langen Müller Verlag, München 2000
ISBN-10 3784427952
ISBN-13 9783784427959
Gebunden, 200 Seiten, 15,29 EUR

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Klappentext

Aus dem Ungarischen von Artur Saternus. Sandor Marais schildert sein Amerika mit dem Blick eines europäischen Exilschriftstellers. Er ahnte die Entwicklung voraus, die Amerika und seine Städte in den folgenden Jahrzehnten durchleben würden.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.06.2001

Dies Amerika-Reisebuch steht nach Ansicht von Rezensent Gerhard Schulz "beträchtlich" hinter Marais Tagebüchern zurück. Denn wenig sei hier über "Reisegefährten, Umstände und Absichten" zu erfahren. Auch blieben, rügt Schulz, "die Wertvorstellungen des bekennenden Europäers" Maßstab der Weltbetrachtung. Viele Betrachtungen fand er gar "stereotyp". Doch manche Passagen haben den Rezensenten dann doch tiefer berührt, und Schulz kommt zum Ergebnis, dass die "Melancholie des Fremdgebliebenen" am deutlichsten aus dem Beiläufigen spreche. Die impressionistischen Bruchstücke, die der Rezensent aus dem Buch zitiert, spiegeln ein bis in seine Metropolen provinziell gebliebenes Amerika wieder. Aber auch die traurigen Augen seines Betrachters.

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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 14.09.2000

In einer sehr umfangreichen Sammelbesprechung rezensiert Klaus Harpprecht mehrere Bücher von Sandor Marai. Dabei informiert der Rezensent nicht nur ausführlich über das Leben des Dichters, sondern bringt auch mehrfach sein Bedauern, ja Entsetzen darüber zum Ausdruck, dass Marai - den er in mancher Hinsicht mit Joseph Roth, Stefan Zweig, Robert Musil und anderen in eine Reihe stellt - so lange Zeit fast völlig in Vergessenheit geraten ist. "Wo hatten wir unsere Augen, wo unsere Ohren?", fragt Harpprecht, der sich von der Neuentdeckung von Marais Werken begeistert zeigt. Von allen Büchern Marais scheint Harpprecht diesem Band am wenigsten abgewinnen zu können. Hier handelt es sich um amerikanische Reiseberichte, die bereits 1964 erschienen sind. Der Rezensent lobt zwar die "lebhaften, manchmal bewegenden Beobachtungen und Begegnungen". Allerdings erreichen sie seiner Ansicht nach nicht den "literarischen Rang" von Marais Erinnerungen oder Romanen.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren