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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Sam Jaun

Fliegender Sommer

Kriminalroman

Cover: Fliegender Sommer

Cosmos Verlag, Muri b. Bern 2000
ISBN-10 3305003952
ISBN-13 9783305003952
Gebunden, 336 Seiten, 21,99 EUR

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Klappentext

Am Himmel kein Wölkchen. In der Luft schweben Herbstfäden, an denen junge Spinnen hängen. Fliegender Sommer. Eine Infanteriekompanie der schweizerischen Milizarmee marschiert auf das jurassische Dorf Bergues zu. Unter den Soldaten befindet sich einer, der sich als Füsilier Ernst Langenegger ausgibt, in Wirklichkeit jedoch Peter Keller ist, ein Privatdetektiv aus Biel. Keller soll im Auftrag des Militärs bei einer Übung einen Spitzel markieren. Zugleich allerdings verfolgt er seine eigenen Ziele, von denen seine Auftraggeber nichts ahnen. Da taucht das Mädchen Mireille auf, und als er von seiner alten Liebe Marei ihre Geschichte erfährt, ahnt er, dass nicht nur er ein doppeltes Spiel spielt. Bald darauf findet er sich, ohne sich zu erinnern, wie er hierher gekommen ist, in einem fensterlosen Raum wieder, dessen Metalltür mit einem Guckloch versehen ist und keine Klinke hat...

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 26.07.2000

Äußerst raffiniert konstruiert findet Beatrice Eichmann-Leutenegger diesen Kriminalroman, in dem der Privatdetektiv - bisweilen als Soldat getarnt - in den Schweizer Bergen einem Kindesmissbrauch auf der Spur ist. Allerdings räumt sie ein, dass sich das Buch nicht zum "Einfach-so-weglesen" eignet. Da sei schon Konzentration und große Aufmerksamkeit beim Leser gefragt. Bei Jaun sitzt, wie sie feststellt, nicht nur ein einziger, sondern gleich ein "ganzes Komplott" von Teufeln im Detail. Dass der Autor häufig zu Verzögerungen greift, Rückblenden einfügt und insgesamt ein "sehr moderates Tempo" wählt, erscheint ihr dabei sehr geschickt. Darüber hinaus macht die Rezensentin die Überlegenheit des Autors insbesondere an seinem Gespür für "Verfremdung, (...) Ablenkung und Irritation" fest.

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