Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Aus dem Arabischen von Regina Karachouli. Nicola, den rastlos suchenden Abenteurer, können auch eine hinreissend schöne Frau und ihr gemeinsames Kind nicht an einem Ort festhalten. Doch als der Bergbauingenieur nach Ägypten kommt, findet er zum erstenmal in seinem Leben eine Heimat. Er entwickelt ein leidenschaftliches Verhältnis zur Wüste und ihren Bewohnern, den Bega-Beduinen, denen die Berge heilig sind. Im Mittelpunkt seiner Faszination steht das Massiv des Darhib, der wie eine Mondsichel vom Himmel gefallen scheint. Der mächtige Berg mit seinem reichen Talkvorkommen wird zum Ziel seiner kühnsten Träume und seiner brennenden Begierde.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 09.12.2003
Sabri Mussas Roman "Saat des Verderbens" zählt zu den "Klassikern" der modernen arabischen Literatur und wurde erstmals 1973 in der durch den Autoren mitgegründeten Zeitschrift "Sabah el-Kheir" publiziert, informiert uns Ludwig Ammann. Dass der Roman erst dreißig Jahre später - allerdings in einer "vorzüglichen" Übersetzung - seinen Weg auf den deutschen Buchmarkt gefunden habe, sei dem Text aber nicht anzumerken, versichert der Rezensent, so "zeitlos" ist er ihm erschienen. Erzählt wird die Geschichte des durch die Neugier getriebenen und von der Wüste und ihren Bewohnern faszinierten "europäischen Glücksritters" Nicola. Dieser, mit den Beduinen durch sein Dasein als "ewiger Wanderer" verbunden, soll als Bergbauingenieur in den Felsen des Darhib eine Talkmine ausbeuten. Wer jedoch nun die "übliche Litanei von der kolonialen Ausbeutung" erwarte, müsse mit einer herben Enttäuschung rechnen, schreibt Amman freudig, denn Mussa habe geschickt die "einheimischen Eliten" als Komplizen entlarvt und somit dezent die "Kolonialismuskritik unterlaufen". Allein eine orgiastische Strandszene hat dem Rezensenten missfallen, da habe es Mussa eindeutig zu weit getrieben.
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