Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Ryszard Krynicki

Stein aus der Neuen Welt

Gedichte

Cover: Stein aus der Neuen Welt

Rospo Verlag, Hamburg 2000
ISBN-10 3930325330
ISBN-13 9783930325337
Gebunden, 76 Seiten, 18,92 EUR

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Klappentext

Aus dem Polnischen von Esther Kinsky. Dieser Band enthält ältere, bislang unübersetzte und neueste Gedichte Ryszard Krynickis. Mit einer kontrapunktischen Zusammenstellung nimmt "Stein aus der Neuen Welt" eine ganz besondere Akzentuierung vor: Sie lenkt die Aufmersamkeit des Lesers auf die existentialphilsosophische Fragestellung im Werk von Ryszard Krynicki, die für seine Lyrik mindestens ebenso sehr von Bedeutunge ist wie das politisch-gesellschaftliche Engagement.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 10.02.2001

Sylvia Geist preist den polnischen Lyriker als eine der "wichtigsten poetischen Stimmen seiner Generation" und auch von diesem Gedichtband, der ältere Gedichte, die hier erstmals ins Deutsche übersetzt sind sowie ganz neue Gedichte enthält, ist sie höchst angetan. Sie erkennt in der Gedichtauswahl einen stark symmetrischen, dabei "kontrapunktischen" Aufbau und hebt besonders die "Haltung der Empathie" hervor, die diese Verse prägt. Sie lobt Krynicki dafür, dass er auf "glanzvolle Effekte" verzichtet und sieht in den Gedichten vor allem dargelegt, dass es nicht die Aufgabe der Kunst sein kann, "Ordnung ins Chaos" zu bringen.

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 28.12.2000

"Exquisite Lyrik", lobt der Rezensent Ulrich M. Schmid den Lyrikband des polnischen Dichters Ryszard Krynicki. Doch man muss sich schon Zeit nehmen, um die oft sprachlich stark reduzierten Gedichte verstehen zu können. Die "komprimierte Dichte" seiner Texte lasse deutlich den Einfluss von Friedrich Hölderlin, Paul Celan und Nelly Sachs erkennen. Aber das findet der Rezensent in Ordnung, denn er meint, Lyrik habe ein Recht auf langsame Lektüre.

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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 19.10.2000

Ilma Rakusa ist sehr angetan von dieser Gedichtauswahl, die Älteres und Neueres aus der Lyrik des Autors versammelt. Den besonderen Vorzug sieht sie in der Schlichtheit der Verse, die ohne sprachliche Spielereien, ohne "Hysterie, emotionale Aufwallungen, Zeitgeist-Hektik" auskommen. In den zeitlos anmutenden Gedichten vermeide Krynicki jedoch nicht die Auseinandersetzung mit der Geschichte, lobt die Rezensentin, vielmehr handelten viele von ihnen vom Holocaust und wendeten sich damit gegen Vergessen und Verdrängung. Trotz der "gelassenen Konzentriertheit" lassen sie "Schwerstarbeit" in der Auswahl, Anordnung und Verdichtung des Sprachmaterials erahnen, so die Rezensentin, die den Autor zu den "wichtigsten lyrischen Stimmen Polens" gezählt wissen will.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.09.2000

Rezensent Jan Wagner berichtet in seiner Besprechung zunächst aus der Zeit, als Krynicki in der Solidarnosc-Bewegung aktiv war. Damals sei dessen Überzeugung gewachsen, "dass der Dichter mit seiner Lyrik politische und gesellschaftliche Missstände benennen müsse?. Dass der Leser dieser Überzeugung nicht unbedingt Krynickis beste Gedichte zu verdanken hat, lässt der Rezensent erst am Ende durchblicken. Vorher hat er lobend viele Facetten dieser Lyrik geschildert, an denen er besonders die Mischung aus "Nüchternheit und lyrischem Sprechen? schätzt. Wir haben von der Eleganz dieser Verse gelesen, ihrem Humor, vom melancholischen Grundton mancher Gedichte und "vom sarkastischen Ton mancher Sentenzen?. Und wir haben die Hoffnung des Kritikers gespürt, Krynicki möge endlich mit Haut und Haar in der neuen Zeit ankommen, über die er schon ein paar so schöne Gedichte geschrieben hat.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

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07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

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19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

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12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

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