Bücherschau der Woche
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Rudolf Smend
Altes Testament christlich gepredigt
Klappentext
Das Evangelium hat eine Vorgeschichte, die im Zeugnis des Alten Testaments aufbewahrt ist. Es ist Ziel eines Weges mit Höhen und Tiefen und Umwegen, der oft mit langem und oft mit kurzem Atem und unter letzter Kraftanstrengung gegangen oder auch gestolpert wurde, auf die Erfüllung einer Verheißung und einer Hoffnung hin. Das Evangelium kann nicht unter Absehung von dieser Vorgeschichte gepredigt werden. Deshalb ist es geboten, das Evangelium auch immer wieder nach Texten zu predigen, die aus dieser Vorgeschichte, von diesem Weg stammen. Wie dies geschehen kann, darüber geben die Predigten, die in diesem Band zusammengestellt sind, Auskunft.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.07.2000
Der Göttinger Theologieprofessor Smend, stellt Gerhard Kaiser lobend fest, gehört wie der Tübinger Eberhard Jüngel zu jenen Theologen, die "an der Verbindung zur Predigtpraxis festhalten". Dem Vergleich mit Jüngel ist denn auch ein Teil der Rezension gewidmet, und zwar geht es um Jüngels und Smends Auslegung eines "zentralen Textes christlicher Auslegungstradition", nämlich Jakobs Kampf mit dem Engel. Beide bewegen sich dabei prinzipiell auf dem "schwierigen Gelände" einer christlichen Auslegung des Alten (jüdischen) Testaments. Kaiser widmet dabei dem Verhältnis von Jesus zum Alten Testament, wie Smend es versteht, ein paar erklärende Zeilen, um sich dann der Predigt (nicht: Exegese) über Jakobs Kampf mit dem Engel zuzuwenden. Wo Jüngel auf die existentiellen Momente der Geschichte abhebt, schreibt Kaiser, erzählt Smend eng an den Text sich haltend nach, wobei es ihm gelingt, "ihn parlando räsonierend auf die Erfahrung des modernen Christen in seiner Alltäglichkeit zu beziehen". Der Rezensent ist besonders angetan von der Fähigkeit des Autors, mit seinen archaischen Geschichten eine heutige Gemeinde zu erreichen.
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