Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Rudolf Arnheim

Die Seele in der Silberschicht

Medientheoretische Schriften. Photographie - Film - Rundfunk

Cover: Die Seele in der Silberschicht

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2004
ISBN-10 3518292544
ISBN-13 9783518292549
Kartoniert, 432 Seiten, 15,00 EUR

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Klappentext

Herausgegeben von Helmut H. Diederichs. Rudolf Arnheim, der am 15. Juli 2004 seinen 100. Geburtstag feiert und heute in Ann Arbor lebt, hat sich zeit seines Lebens intensiv mit den Medien künstlerischer Produktion auseinandergesetzt. Seine wichtigsten medientheoretischen Aufsätze, entstanden über einen Zeitraum von 74 Jahren, stellen eine maßgebliche Ergänzung seiner Hauptwerke Film als Kunst und Rundfunk als Hörkunst dar und sind hier erstmals vollständig versammelt.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 15.07.2004

"Schwer zugängliche Vorkriegstexte" Rudolf Arnheims hat Helmut H. Diederichs zur Freude von Rezensent Jörg Becker jetzt herausgegeben und damit dem Leser die Tür zur Welt des heute 100-jährigen Gestaltpsychologen und Medientheoretikers geöffnet. In knapp 70 Aufsätzen sind die Betrachtungen Arnheims, der sich durch Filmkritiken und seiner Redakteurstätigkeit bei Kurt Tucholskys Weltbühne einen Namen gemacht hatte, zu Film, Fernsehen und vor allem dem Kino dargelegt, das der Autor "als bildende Kunst ernst" nahm. Besonderes Lob zollt der Rezensent der 1935 verfassten kritischen Einschätzung des Fernsehmediums - ein "wahrhafter Blick in die Ferne", da Arnheim bereits zu dieser Zeit auf die Gefahr der "individuellen Vereinsamung" des Betrachters hinweist. Obwohl der Leser aus den Schriften Arnheims hin und wieder "die Stimme eines konservativen Reformpädagogen" heraushört, der vor einer "kultur- und sittenwidrigen" Zerstreuungsflut warnt, gelten Teile der Arnheimschen Medientheorie als bis heute "modern".

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 09.07.2004

Sehr angetan zeigt sich Jörg Becker von diesen medientheoretischen Texte des Filmtheoretikers Rudolf Arnheim, der in diesen Tagen seinen hundertsten Geburtstag feiert. Der Rezensent würdigt den Stummfilmverfechter als einen Pionier der Filmtheorie, der das Kino als bildende Kunst Ernst genommen und gegen eine inhaltsbezogene Filmkritik das Primat des Visuellen gesetzt habe. Zur Freude Beckers bietet der von Helmut H. Dietrichs herausgegebene Band, der fast siebzig Texte Arnheims versammelt, auch eine ganze Reihe von Erstübersetzungen sowie den Nachdruck schwer zugänglicher Vorkriegstexte. Becker hebt insbesondere die Studie "Neuer Laokoon" (1938) hervor, in der Arnheim den Vorrang des Visuellen vor der Rede im Film behauptet hat, und die er als "zentrale Filmpoetik" Arnheims wertet. Beeindruckend findet er auch den zeitlich jüngsten Text des Bandes, "Die Verkoppelung der Medien" aus dem Jahr 1999, in dem Arnheim einen Zeitraum von 74 Jahren medientheoretischer Reflexion überblicke.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren