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Aus dem Archiv
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Klappentext
Mit zahlreichen farbigen und s-w Abbildungen, zweisprachigen Karten, Zeittafel, Kurzbiografien, Straßennamenkonkordanz, Namensregister. Ein Gang durch die Literaturstadt Breslau, Zentrum des Humanismus und der deutschen Barockdichtung, Schauplatz des berühmten konservativen Bürgerromans "Soll und Haben" von Gustav Freytag, Wirkungsstätte bedeutender Autoren wie Gerhart Hauptmann,in den zwanziger Jahren Keimzelle der Hörfunk-Avantgarde und in den siebziger Jahren Anziehungspunkt für herausragende polnische Dichter und Theatermacher.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.03.2005
Der Rezensent mit dem Kürzel "tg" findet dieses Buch über Breslau ausgesprochen bemerkenswert. Nicht nur wegen der Akribie, mit der Autorin Roswitha Schieb darin alles zusammengetragen hat, was je über die Stadt gesagt worden ist. Auch ist darin aus seiner Sicht ohne die oft den Blick verstellende reine Vergangenheitsbetrachtung das sehr komplexe Bild einer Stadt entstanden, in der es über lange Zeit eine fruchtbare Berührung der Völker gab. Zwar sieht "tg" in "berechtigter Gewichtung die Zeugnisse der jahrhundertelangen deutschen Stadtgeschichte im Vordergrund stehen. Trotzdem werde der polnische Anteil ebenso wenig verdeckt, wie seit dem 19. Jahrhundert immer wieder aufbrechende Identitätsprobleme der Stadt. Bedeutungsvoll findet "tg" besonders den eindringlich geführten Beweis, dass Breslau seit Beginn seiner Existenz eine Kulturhauptstadt gewesen sei, in der Gedanken aus Ost und West zusammengeflossen seien.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 10.07.2004
Kaum mehr muss sich Breslau, heute Wroclaw, die schlesische Hauptstadt, hinter den Perlen des Ostens wie Krakau oder Prag verstecken. Das schreibt die Autorin Roswitha Schieb und der "ggn." zeichnende Rezensent gibt ihr da Recht. In sieben Stadtspaziergängen informiere Schieb über die literarische Vergangenheit wie die Gegenwart der Stadt. Es zeige sich allerdings, dass sich gerade die Vertreter der polnischen Gegenwartsliteratur auf die Suche nach den Spuren der Vergangenheit machen. Der Bogen ist weit gespannt, vom Barock bis Marlene Dietrich, von John Quincy Adams, dem späteren Präsidenten der USA, bis Norbert Elias. Der Rezensent ist des Lobes voll: "Ein Reiseführer, dessen Lektüre fast die Reise selbst ersetzt."
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