Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Hebräischen von Barbara Linner. Teheran im Jahr 2008: Voll heimlichem Lebenshunger beginnt der junge Kami aus der iranischen Provinz sein Studium in der riesigen Stadt und ahnt nicht, welch wildes Leben unter dem streng muslimischen Alltag brodelt. Schon seine Tante Zahra, bei der er wohnt, ist eine Überraschung: Die einst gefeierte Filmdiva bildet mit zwei Nachbarn, der skurrilen Frau Safureh und dem schwulen Beamten Babak, einen verschworenen Kreis, dem sich nun dank Kamis Notebook die scheinbar grenzenlose Welt des Internets eröffnet. Dann entdeckt Kami die echten Abenteuer des Teheraner Untergrunds mit seinen geheimen Partys, mit Schwarzmärkten für Drogen, Sex und Schweinefleisch. Und er verliebt sich in die umwerfende Nilufar, eine Ministertochter, die den Luxus, ihren meerblauen Ferrari und bald auch Kami liebt.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 09.08.2011
Der Israeli Ron Leshem hat für diesen im Iran angesiedelten Roman unter erschwerten Bedingungen recherchiert, wie Rezensentin Cornelia Fiedler berichtet. Online-Freundschaften zu jungen Iranern seien seine Primärquelle gewesen, doch auch die Risiken eines illegalen Aufenthaltes in Teheran habe Leshem letztlich nicht gescheut. Das Ergebnis seiner Mühen hat die Rezensentin sichtlich beeindruckt. Held des Romans ist der aus der Provinz nach Teheran kommende Student Kami, erzählt Fiedler. Fremd ist ihm die Stadt mit ihren sehr speziellen Regeln, wie übrigens auch dem westlichen Leser, weshalb die Kritikerin sich besonders gut in die Figur hineinsetzen konnte. Eines "perfiden Systems von Kontrolle und Machterhalt" werde der anfänglich großstadttrunkene Kami nach und nach gewahr. Die "ruhige und treffsichere" Sprache Leshems, von Barbara Linner übrigens flüssig übersetzt, erzeugt dabei nach Auskunft der Rezensentin eine "unheimliche" Sogwirkung.
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