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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Robert W. Scribner

Religion und Kultur in Deutschland 1400-1800

Cover: Religion und Kultur in Deutschland 1400-1800

Vandenhoeck und Ruprecht Verlag, Göttingen 2002
ISBN-10 3525351712
ISBN-13 9783525351710
Gebunden, 413 Seiten, 46,00 EUR

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Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Wolfgang Kaiser. Herausgegeben von Lyndal Roper. Robert W. Scribner (1941-1998) war einer der anregendsten und innovativsten Sozialhistoriker der deutschen Reformation und der Frühen Neuzeit in Europa. Dieser Band bietet in einer repräsentativen Auswahl von Texten einen Überblick über die zentralen Themen, Ansätze und Ergebnisse seiner Forschung. Im Mittelpunkt stehen Scribners Arbeiten über Formen der Volkskultur und des Volksglaubens im Spätmittelalter und in der Reformationszeit, in denen er sich vor allem mit den vielfältigen Formen wechselseitiger Durchdringung von Praktiken der Volksfrömmigkeit und reformatorischer Glaubenssätze beschäftigt.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 22.03.2003

Rezensent Harm Klueting zeigt sich erfreut über den Band "Religion und Kultur in Deutschland 1400-1800", der vierzehn Aufsätze des 1998 verstorbenen Historikers Robert Scribner versammelt. Scribner, dem die deutschsprachige Forschung zur Geschichte der Reformation viel verdanke, wurde nach Auskunft Kluetings als Sozialhistoriker der deutschen Reformation bekannt, der nach der Rolle der Analphabeten - im 16. Jahrhundert die Masse der Bevölkerung - bei der Verbreitung der reformatorischen Ideen gefragt habe. Wie Klueting darlegt, setzte Scribner der alten These vom Zusammenhang von Buchdruck und Reformation den Versuch der Aufhebung des Gegensatzes von Schriftkultur und mündlicher Kultur entgegen. "Er sah das gedruckte Wort der Reformatoren als Teil eines umfassenden Kommunikationsprozesses", erklärt Klueting, "das führte ihn zu Studien über Rituale und über Magie im Protestantismus und zu Einsichten über Wahrnehmungen und über die Macht des Sehens und der Bilder."

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 10.01.2003

Der posthum erschienene Band "Religion und Kultur in Deutschland 1400-1800" bietet nach Ansicht von Rezensent Valentin Groebner einen "faszinierenden Blick" auf die Arbeit des australischen Historikers Robert Scribner. Seine hier versammelten Texte würdigt Groebner "als Fragmente einer nicht geschriebenen groß angelegten Geschichte der Reformation, und zwar einer jenseits von konfessioneller Frömmigkeitshistoriographie und nationaler Verengung." Groebner hebt hervor, dass Scribners Blick auf die Reformation neugieriger und unbefangener war als der der deutschen Reformationsforschung - sah Scribner doch die dramatischen Veränderungen des 16. Jahrhunderts nicht von der Geschichte abstrakter theologischer Konzepte her, sondern von einer "populären 'Heilsökonomie', vom Markt für religiöse Dienstleistungen". Dabei rücke Scribner auch manche "lieb gewonnene Mythen" von der Reformation als "Volksbewegung" zurecht. Die vormals selbstverständliche Konzentration der deutschsprachigen Reformationsgeschichte auf Theologie und Ereignisgeschichte und die Suche nach "Ursprüngen" nationalen Sentiments oder moderner sozialer Bewegungen aufgebrochen zu haben, ist für Groebner ein großer Verdienst von Scribners Arbeiten. "Seine Studien zur frühneuzeitlichen Religion und Kultur in Deutschland", resümiert Groebner abschließend, "sind wegweisend geworden."

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

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12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

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